Online-Händler mit tiefroten Bilanzen

Donnerstag, 11. April 2019 - 17:30
Handel
Weinhandel
Die Wine in Black France Holding belastet die Bilanzen der deutschen Gesellschaft

Wieder müssen zwei mit viel Elan und noch mehr Hoffnungen angetretene Wein-Online-Händler tiefrote Jahresergebnisse bekanntgeben. Am 2. April 2019 veröffentlichte die Wine in Black France Holding UG (haftungsbeschränkt) ihren Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2017.

Demnach belaufen sich die Verbindlichkeiten der in Form einer 1-Euro- oder Mini-GmbH gegründeten Gesellschaft auf 3,386 Mill. Euro, die durch ein nachrangiges Darlehen der Alleingesesellschafterin Wine in Black GmbH mit Rangrücktritt abgedeckt sind. In der Bilanz wird ein Verlustvortrag von 16.381 Euro und ein Jahresfehlbetrag von 3,193 Mill. Euro bei einer Bilanzsumme von 3,349 Mill. Euro ausgewiesen. 

Schwierig stellt sich auch die Situation der KA-18 GmbH dar, die das rechtliche Fundament des Online-Portals »Geile Weine« darstellt. Da die Gesellschaft die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft aufweist, reicht die Veröffentlichung einer verkürzten Bilanz. Wie das Zahlenwerk ausweist belaufen sich bei einer Bilanzsumme von 1,355 Mill. Euro die Verbindlichkeiten auf 1,323 Mill. Euro. Der Jahresfehlbetrag summierte sich auf 743.459 Euro und der nicht gedeckte Fehlbetrag lag bei 739.459 Euro. Das Unternehmen war zum Stichtag 31.12.2017 handelsrechtlich überschuldet. Das negative Eigenkapital belief sich auf 650.863 Euro. hp

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