Neuseelandprobe in Düsseldorf soll Position neuseeländischer Weine in Deutschland stärken

Mittwoch, 21. Mai 2003 - 13:00

Nur sieben Wochen nach der ProWein präsentierte das neuseeländische Generalkonsulat (Hamburg) in Zusammenarbeit mit Trade New Zealand und dem Branchengremium New Zealand Winegrowers eine Probe im Arabella Sheraton Hotel Düsseldorf. Aufgrund der Erntetermine in Neuseeland (Anfang März bis Ende April) war Neuseeland in diesem Jahr nicht auf der ProWein vertreten. Im Mai hingegen sind viele neuseeländische Winzer in Europa/USA, um Messen in London und Chicago zu besuchen. Neben den großen Neuseeland-Importeuren Moll & Partner (Emmerich), Overseas Wines (Hannover) und Mack & Schühle (Owen), die exklusiv für Montana, den größten Weinproduzenten Neuseeland in Deuschland tätig sind, waren unter den 19 Ausstellern auch zahlreiche Winzer. Zu Beginn der Veranstaltung informierten Ruud Maasdam (Staete Landt) und die Weinjournalistin Anneli Dierks in einer geführten Verkostung mit acht Weinen verschiedener Anbaugebiete über die verschiedenen Spielarten des neuseeländischen Chardonnay. Präsentiert wurden insgesamt 84 Weine (und damit mehr als doppelt so viele wie im Mai 2002 in Hamburg) von Weingütern aus West Auckland wie Babich und Matakana/Goldridge, Marlborough (Cloudy Bay, Spy Valley, Staete Landt St. Arnaud s), der Hawke s Bay (Kim Crawford, Nelson (Seifried), und Martinborough (Tohu Wines). Der neue Geschäftsführer von Moll & Partner, Christian Uwe Bonfert, präsentierte gemeinsam mit Robert Willeitner vier Weine von Trinity Hill (Hawkes Bay) und drei von Palliser Estate (Martinborough) sowie deren Methode Traditionelle und damit nur einen kleinen Teil des Portfolio (u.a. C.J. Pask, Mission, Sacred Hill) vor. Klaus-Dieter Müller von Overseas Wines präsentierte insgesamt 16 Weine von 7 Wineries und neben seinen bekannten Weingütern wie Fromm (Marlborough), Muddy Water und Schubert Wines zwei Neuheiten: Einen Dry Riesling von Kahurangi (Nelson) und den Fraser Pinot Noir von Murdoch James und damit einen der Top-Weine des Betriebes aus Martinborough. Während Moll & Partner auch an Handelshäuser wie Jaques Wein Depot (Wither Hills) liefert, konzentriert sich Müller auf hochwertige Gastronomiebetriebe in Hannover und Hamburg, wo Overseas Wines am 1. und 2. Juni im Restaurant Mess (Turnerstr. 9) eine Probe für Gastronomie und Fachhandel veranstaltet (Info: Karpinski PR, HamburgT. 040 - 040 - 432 52114). Die Weine von Sileni Estate (Marlborough) wurden durch DIVA (Ort) präsentiert. Die Chardonnay und Sauvignon Blanc der Classic Range von Montana (Mack & Schühle) Endverbraucherpreise von 6,49-6,99 Euro erzielen, liegen die Rotweine der Classic Range, Cabernet Saubvignon, Merlot und Pinot Noir bei 7,49-7,99 Euro. Der Lindauer Brut sparkling (Methode Traditionelle) kostet 7,99 bis 8,49. Der unter der Classic Range angesiedelte Timara (Sauvignon Blanc/Semillion) ist sogar für 5,49- 5,99 Euro zu haben. Moll & Partner handelt die Weine der kleineren Produzenten wie Palliser für knapp 15 Euro brutto (Sauvignon Blanc 2002), der Methode Traditionelle von Palliser liegt bei 28,42 Euro brutto. Overseas Wines verkauft den Kahurangi Sauvignon Blanc für 8,17 brutto, der Riesling von Muddy Water liegt bei 10,14 Euro brutto (alle Preise jeweils für Handel/Gastronomie). Die Zahl der Besucher lag bei etwa 120, wobei der Anteil der Händler mit 70 Personen überwog. Neben den Weinen wurde auch über die relativ hohen Teilnahmegebühren für die Veranstaltung diskutiert. Pro Wein war eine Gebühr von 340 Euro fällig (Maximum 2043 Euro inklusive 6 Weine), wobei die Anzahl der Weine pro Tisch auf zwölf limitiert wurde. Etwas günstiger war der sogenannte Generic Table mit 254 Euro pro Wein, wobei die Gebühren von den Produzenten übernommen werden mussten.

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