Lauffen steigert Umsatz

Montag, 1. Juli 2019 - 13:45
Hersteller
Wein
Die Ertragskraft könne künftig ausschließlich über stabile Litererlöse gesichert werden, sagen die Lauffener Weingärtner. Wer mag angesichts der hohen Bewirtschaftungskosten widersprechen? (Foto: Lauffener Weingärtner)

Die Lauffener Weingärtner haben ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2018 um 6,7 Prozent auf 22,7 Mill. Euro gesteigert. Der Absatz der Lauffener kletterte um 7,8 Prozent auf 9,67 Mill. Liter. 

Der Vorstandsvorsitzende Dietrich Rembold kommt zu einem ähnlichen Fazit wie im Vorjahr: »Mit dem Umsatz- und Absatzplus sind wir sehr zufrieden. Durch die gute Bekanntheit unserer Lauffener Weine mit bundesweiter Handelspräsenz besitzen wir eine tragkräftige Qualitätsmarke, von deren Attraktivität Konsumenten, Handel und wir selbst in gleicher Weise profitieren. Zur Stärkung dieses Markenbildes haben wir neben einer bundesweit guten Distribution ein stimmiges Preis-Qualitätsverhältnis, das bei den Verbrauchern eine hohe Akzeptanz findet.«

2018 investierten die Lauffener 1,65 Mill. Euro. Das Geld floss in den Abschluss des Neubaus des Wein-Tanklagers, die Erweiterung der Kühlanlage sowie die Produktausstattung und -sicherheit im Bereich der Abfüllung. 

»Nach der Ernte 2018 gehen wir mit angepassten Beständen in das neue Geschäftsjahr, das Flaschenweinsortiment ist komplett lieferbar«, erklärt der geschäftsführende Vorstand Marian Kopp. Im Herbst 2018 lag die Gesamterntemenge der Lauffener bei 12,7 Mill. kg und damit über dem langjährigen Durchschnitt. Ein Jahr zuvor wurden nur 9,42 Mill. kg geerntet. 

Erfreulich findet Kopp, dass die Mitglieder bei Neupflanzungen insbesondere auch die Rebsorten Grauburgunder, Riesling und Sauvignon Blanc berücksichtigen, sodass die Lieferbarkeit für diese Sorten in den Folgejahren verbessert würde.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnen die Lauffener mit einem moderaten Gesamtwachstum und weiteren Marktanteilsgewinnen in einem leicht rückläufigen deutschen Weinmarkt. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres lag das Flaschenweingeschäft mit wesentlichen Handelspartnern über dem Vorjahresabsatz. »Aufgrund der Marktlage ist dies sehr erfreulich. Wir gehen weiterhin von einer stabilen Entwicklung der Kaufkraft aus«, stellt Kopp erfreut fest. 

Dies sei auch bedingt durch die weiterhin positive Entwicklung der Lauffener Innovationen. So entwickelte sich der »Lesestoff« mit mehr als 250.000 Flaschen pro Jahr zum Verkaufsschlager im Preissegment »über 6 Euro« im LEH. »Unser nächstes mittelfristiges Absatzziel sind 500.000 Flaschen«, sagt Kopp.

Um die gute Marktstellung ausbauen zu können, seien die Fortführung der konsequenten Qualitätspolitik und weitere impulsgebende Innovationen nötig, so Kopp. Die Ertragskraft könne künftig ausschließlich über stabile Litererlöse und eine gute Auslastung gesichert werden. cg

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