Italiens Export steigt auf 6,36 Mrd. Euro

Mittwoch, 27. November 2019 - 9:30
Handel
Weinhandel
Prognosen sagen voraus, dass Italien auch 2019 den zehnten Exportrekord in Folge aufstellt (Foto: Diego Cervo/Fotolia)

Das Wirtschaftsobservatorium von Vinitaly und Nomisma Wine Monitor hat anlässlich des Kongresses Wine2Wine in Verona die Prognosen für Italiens Exportwert 2019 vorgestellt. Demnach kann mit 6,36 Mrd. Euro (+2,8%) zum zehnten Mal in Folge ein Rekord gefeiert werden. Die Berechnungen wurden auf Basis der Zolldaten erstellt. Unter den zehn wichtigsten Exportmärkten generieren Russland mit plus 11,1 Prozent auf 294 Mill. Euro und Japan mit plus 17,3 Prozent auf 195 Mill. Euro die höchsten Zuwachsraten.

Die gute Performance in Japan wird dem Freihandelsabkommen mit der EU zugeschrieben. Die beiden Hauptabnehmer USA und Deutschland präsentieren ebenfalls schwarze Zahlen. Die USA importierten italienischen Wein im Wert von 1,763 Mrd. Euro (+5%), Deutschland gab mit 970 Mill. Euro 3 Prozent mehr aus. Für die US-Ergebnisse ist das Plus von 13,4 Prozent im Segment der Schaumweine ausschlaggebend (427 Mill. €), die Stillweine legten um 3,1 Prozent zu. In Deutschland ist die Situation umgekehrt. Die Schaumweine verloren 2,1 Prozent (81 Mill. €), aber der Verkauf an Stillweinen stieg um 7,3 Prozent auf 718 Mill. Euro. Dabei rechnet das Wirtschaftsobservatorium die Perlweine (Frizzanti) den Stillweinen zu. 

Großbritannien stellt mit 727 Mill. Euro Italiens drittbedeutendsten Exportmarkt dar. Der Exportwert reduzierte sich jedoch um 2,8 Prozent. Erstmals nach vielen Jahren gaben die Schaumweine nach (–6,4%, 318 Mill. €), und der Anstieg im Stillweinbereich um 2 Prozent auf 393 Mill. Euro konnte das Minus nicht ausgleichen. 

Der große Hoffnungsträger China reagiert (noch) nicht auf die immensen Investitionen mithilfe von EU-Fördergeldern. Nachdem die Einfuhren bereist 2018 leicht rückläufig waren (–0,2%), gaben die Exporte ins Reich der Mitte 2019 um 3,8 Prozent nach. Mit einem Exportwert von 137 Mill. Euro dümpelt das Land weiter auf dem neunten Platz vor Brasilien (35 Mill. €). 

Trotz der positiven Entwicklung des Gesamtexportwertes blickt Italien neidvoll nach Frankreich. Dort zeichnet sich ein Wachstum von 7,8 Prozent ab, womit erstmalig die Grenze von 10 Mrd. Euro überschritten wird. vc

Anzeige