Hawesko Zufrieden mit 2002

Donnerstag, 15. Mai 2003 - 13:00

Obwohl die Entwicklung hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieb, zeigt man sich bei Hawesko zufrieden mit dem Jahr 2003. Bei der Bilanz der Hawesko Holding AG am 29. 4. in Hamburg gab sich der Vorstandsvorsitzende Alexander Margarithoff trotz angespannter Wirtschaftslage zufrieden. Gemeinsam mit Bernd Holmanns, zuständig für den stationären Facheinzelhandel von Jaques` Wein-Depot und Finanzvorstand Sven Ohlzen informierte er über die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres sowie die Ergebnisse von 2002. Trotz des, »wohl schwierigsten Jahr sei der Währungsreform 1948 für den Einzelhandel«, wie Margarithoff betonte, verzeichnete Hawesko mit 267,4 Mill. Euro gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 1,2 Prozent, der EBIT für 2002 lag bei 14 Mill. (Vorjahr 17 Mill. Euro Euro), was einer Marge von 5,3 % entspricht. Die Umsatzrendite bezifferte er mit über 5 Prozent. In der Gewinn- und Verlustrechnung fielen die Aufwendungen für bezogene Waren hingegen zurück, was so Ohlzen, eine höhere Handelsmarge anzeigt und auf hochwertige Sortiments-Gestaltung zurückzuführen sei. Aufgrund verbesserter Kundenbetreuung stiegen die Personalaufwendungen um 3 Mill. Euro. Laut Ohlzen ist die - wenn auch geringe - positive Bilanz vor allem durch das operative Geschäft begründet: »Wir haben mehr Wein als in den Jahren zuvor verkauft.« Der Bereich Versand/E-Commerce ging 2002 um 3,9% zurück, was Ohlzen mit einem Rückgang im Weihnachts-Präsentgeschäft um 16%, d.h. 3,5 Mill. Euro, begründete. Außerdem haben geringere Einkaufsmengen die Versandkosten zusätzlich um 0,7 Mill. Euro in die Höhe getrieben. Im Berich Großhandel verzeichnete Hawesko, speziell in der Gastronomie ein Plus von 1,7 %. Dabei nannte Ohlzen Sortimentsergänzungen wie Antinori und Penfolds als positiv wirkende Katalisatoren. Der stationäre Weinfacheinzelhandel, als Jaques Wein-Depot, steigerte den Umsatz um 7%. So will Hawesko vor allem in diesem Bereich investieren und in den nächsten drei bis fünf Jahren weitere 15 Outlets in rund 50 Zielgebieten eröffnen. »In den Ballungsräumen müssen wir aufgrund der Konjuktur-Flaute dabei etwas vorsichtiger vorgehen, um Kannibalismus mit vorhandenen Läden zu Vermeiden«, erläuterte Hoolmans. »Aber in Wilhelmshafen etwa sind noch weiße Flecken, die es zu schließen gilt. Wir werden unsere Kraft in die Neukundengewinnung durch Direktmarketing setzen. Durch die Kundenkarte haben wir wertvolle Daten gewonnen«, sagte Hoolmans. Ziel sei es, Neukunden in die vorhandenen Läden zu bringen, erklärte Hoolmans. Insgesamt 115 neue Outlets wurden in den letzten fünf Jahren eröffnet. Allerdings kamen im Jahr 2002 nur 27 neue Läden hinzu. Zukünftig hofft Hawesko das Betriebsergebnis (EBIT) 2003 überproportional zum Umsatz steigern zu können, also um über 5 Prozent. Die Bilanz für das erste Quartal 2003 ist positiv. Der Umsatz im Konzern stieg um knapp 14% auf 63,8 Mill. Euro (Vorjahr 56 Mill. Euro), en detail bedeutet das ein Umsatzplus im Facheinzelhandel von knapp 2%, im Großhandel um gut 9% und im Versandhandel um stolze 28%. (ad)

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