Genossenschaftsfusion im Veneto

Mittwoch, 29. Mai 2019 - 13:45
Wein
Vitevis-Chef Luciano Arimini und neuer Vizepräsident des Verbundes Maurizio Ferri (Foto: VC)

Der Kooperativenverbund Vitevis im Veneto fusioniert mit der Winzergenossenschaft Castelnuovo del Garda. Vitevis war selbst erst 2015 aus dem Zusammenschluss der drei Kooperativen Cantina di Gambellara, Cantina Colli Vicentini di Montecchio Maggiore und Cantina Val Leogra di Malo entstanden. Nun bringt die Winzergenossenschaft vom Gardasee weitere 600 Hektar Rebfläche, 150 Mitglieder, 100.000 Hektoliter Wein, einen Umsatz von 12 Mill. Euro (2018) und vor allem ein zusätzliches Weinangebot in die Gruppe ein. 

Ziel ist ein Umsatzsprung von 10 Prozent innerhalb der nächsten vier Jahre. Das soll vor allem über Exportwachstum und einen engmaschigeren Vertrieb auf dem nationalen Markt geschehen. »Die Auslandsmärkte achten kaum auf einzelne Provinzen, sondern auf große Produktionsgebiete. Alle DOCs aus dem Veneto aus einer Hand anbieten zu können, verschafft uns eine stärkere kommerzielle Kraft. Vitevis hat seinen Umsatz seit der Geburt bis heute von 30 auf 38 Mill. Euro erhöhen können. Wir haben alle Voraussetzungen, um diese Wachstumsentwicklung und die Wertsteigerung unseres Territoriums fortzuführen«, kommentierte Vitevis-Direktor Alberto Marchisio die Fusion.

Ebenso wie die drei Gründungskooperativen von Vitevis wird auch die Cantina Castelnuovo del Garda ihre eigene Marke, die Produktionsstätte und auch ihre Mitarbeiter behalten. Präsident von Vitevis bleibt Luciano Arimini. Der ehemalige Präsident der Kellerei Castelnuovo di Garda Maurizio Ferri wird neben Silvano Nicolato Vize-Präsident des Verbundes. 

Inklusive der Mitgift vom Gardasse kommt Vitevis nun auf 2.800 Hektar Rebfläche, 1.350 Mitglieder und ein konsolidiertes Geschäftsergebnis von 50 Mill. Euro. VC

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