Falscher Amarone beschlagnahmt

Mittwoch, 29. November 2017 - 9:30
Handel
Weinhandel
Beschlagnahmung des als Amarone deklarierten Weins

Die französische Warenhauskette Auchan, Betreiberin von weltweit über 2.000 SB-Märkten, Supermärkten und Einkaufszentren, geriet im vergangenen Jahr wegen gefälschtem Amarone in die Schlagzeilen. Nach mehrmonatigen Untersuchungen erhärteten sich die Anschuldigungen gegen den Produzenten des Weins, Mondello Wines unter der Leitung von Emilio Bixio. 

Wie die Regionalzeitung Corriere del Veneto zu Beginn der Ermittlungen informierte, war der »Amarone Argento 2008« in ganz Italien von Auchan zurückgerufen und mehrere tausend Flaschen von den zuständigen Behörden beschlagnahmt worden. Hinweise von Kunden, dass es sich bei dem zu 8,49 Euro verkauften Produkt nicht um echten Amarone handeln könnte, nachdem sie diesen verkostet hatten, brachten die Untersuchungen ins Rollen. Ende November 2017 berichtete das Online-Magazin Vini al Supermercato, dass es sich bei dem Wein Laborergebnissen zufolge um einen Blend aus Primitivo und Montepulciano gehandelt haben soll. 

Da die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiter andauern, sind die Konsequenzen für Emilio Bixio noch nicht abzusehen. Dieser meldete sich indes aus Hongkong bei Vini Al Supermercato, um klarzustellen, dass er selbst nicht an den LEH liefere. Auch wenn damit gemeint sein sollte, dass keine direkte Verbindung zu Auchan besteht, stehen Fälschung eines Staatssiegels und der Verkauf von Erzeugnissen unter Nutzung falscher Angaben wie die missbräuchliche Verwendung einer geschützten Herkunftsbezeichnung als Anschuldigungen weiter im Raum. AC

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