Etikettierung zulässig

Mittwoch, 31. Oktober 2018 - 13:30
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Wein
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K.B. - eine der Buchstabenkombinationen des Anstoßes

Die Verwendung von Buchstabenkürzeln in der Etikettierung ist zulässig, urteilte das Verwaltungsgericht Trier (Az. 2 K 12603/17.TR) in einer am 1. Februar 2018 ergangenen Entscheidung, die allerdings erst jetzt bekannt wurde. Damit untersagte das Gericht der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD), einem Winzer die Verwendung der Buchstabenkombinationen K.B. und S.P. zu verbieten.

Hintergrund des Urteils ist der nun schon mehrere Jahre andauernde Streit mit dem bekannten VDP-Weingut Friedrich Becker aus Schweigen-Rechtenbach an der deutsch-französischen Grenze zum Elsass, das seine Weine aus den auf französischem Gebiet gelegenen Parzellen Kammerberg mit K.B. und Paulin bzw. Sankt Paul mit S.P. in der Etikettierung vermarktete. Das Weingut hatte korrekterweise die genehmigte Lagenbezeichnung für Qualitätsweine mit »Schweigener Sonnenberg« in der Etikettierung angegeben und zusätzlich auf den Weinen die Buchstabenkombinationen. Das Gericht wertete die Buchstabenkürzel K.B. und S.P. als Fantasiebezeichnungen, die keiner Genehmigung bedürfen und auch nicht als irreführend zu werten seien. HP

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