Eigene Genossenschaft für Pino Magma

Donnerstag, 28. Februar 2019 - 11:45
Hersteller
Wein
Thomas Weiler, Geschäftsführer der WG Bischoffingen-Endingen, ist Vorsitzender der neuen Genossenschaft Pino Magma

Das Projekt des Kaiserstühler Markenweins mit dem Namen »Pino Magma« nimmt Fahrt auf. Jetzt haben 13 Winzergenossenschaften und Weingüter der Weinbauregion eine Genossenschaft gegründet, die den Namen des neuen Markenweins trägt. Ihr vorrangiges Ziel ist es, einen lizenzierten Kaiserstühler Markenwein auf den Markt zu bringen. Vorsitzende der neuen Genossenschaft sind Thomas Weiler, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Bischoffingen-Endingen, sowie gleichberechtigt Kolja Bitzenhofer vom Staatsweingut Freiburg.

Laut Satzung können nur weinerzeugende Betriebe, die am Kaiserstuhl Reben besitzen, eine Mitgliedschaft sowie einen Geschäftsanteil von 2.000 Euro erwerben. Die Genossenschaft wird den neuen Markenwein Pino Magma konzipieren und verwalten. Dazu gehören unter anderem die Vergabe der Lizenzen und das Dachmarketing. Am 1. September soll der neue Wein in den Regalen stehen. 

Pino Magma wird eine trockene Weißwein-Cuvée aus Weiß- und Grauburgunder sein. Jeder Betrieb darf das Mischungsverhältnis selbst festlegen, die Schwelle von 33 Prozent darf jedoch weder beim Grau- noch beim Weißburgunder unterschritten werden. Der Verschnitt mit weiteren Rebsorten ist nicht zulässig. Darüber hinaus müssen die Trauben aus Kaiserstühler Rebanlagen kommen. Weitere Angaben in den Lizenzbedingungen regeln unter anderem die Werte von Alkohol und Restzucker, den Holzanteil sowie die Angaben auf dem Rückenetikett.

Pino Magma wird es in den beiden Qualitätsstufen Basiswein und Réserve geben. Der Basiswein soll etwa zwischen 8 und 12 Euro kosten und die Réserve, die zwei Jahre nach der Ernte und damit voraussichtlich 2020 auf den Markt kommen wird, mindestens 15 Euro. 

Für den Verkauf und damit auch für die eigene Kostenrechnung ist jeder einzelne Lizenznehmer selbst zuständig. Wer die Marke Pino Magma in sein Sortiment aufnehmen möchte, muss freilich nicht Mitglied der Genossenschaft sein, sondern die Lizenzbedingungen erfüllten. Die Lizenzgebühr liegt dabei bei einem Euro pro Flasche. Weiler bezeichnete das Konzept der neuen Genossenschaft als eine »einmalige Chance, um den Kaiserstuhl als einzigartige Weinregion voranzubringen«.

Der Sitz der neuen Genossenschaft ist bei der WG Bischoffingen-Endingen angegliedert. Neben dem zweiköpfigen Vorstand gibt es auch einen Aufsichtsrat. Beide Gremien sollen paritätisch aus Vertretern von Winzergenossenschaften und anderen Weinbaubetrieben besetzt sein. 

Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurde Erwin Vogel, Geschäftsführer der WG Oberbergen, gewählt. Dem Gremium gehören außerdem Eva-Maria Köpfer (Weingut Abril), Thomas Langenbacher (Sasbacher Winzerkeller), Roland Leininger (Winzerverein Oberrotweil), Franziska Schätzle (Weingut Schätzle) und Martin Schmidt (Weingut Kiefer) an. Weitere Gründungsmitglieder sind die Weingüter Ambs und Hiss, der Badische Winzerkeller sowie die Winzergenossenschaften Jechtingen-Amoltern und Königschaffhausen-Kiechlinsbergen. gz

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