DAC-Wachau rückt in greifbare Nähe

Dienstag, 11. September 2018 - 15:30
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Wein
Auf 1.344 Hektar wachsen in der Wachau hauptsächlich Grüner Veltliner und Riesling (Foto: JFL Photography/Fotolia)

Aller Voraussicht nach erhält das österreichische Weinbaugebiet Wachau ein eigenes DAC-System. Anton Bodenstein, Vorsitzender des regionalen Weinkomitees Wachau, erklärte gegenüber WEINWIRTSCHAFT, dass man sich auf »einem guten Weg und in einem konstruktiven Diskussionsprozess befindet«. Einen endgültigen Beschluss habe das regionale Komitee – entgegen anderslautender Medienberichte – allerdings noch nicht gefasst. Eine solche Einigung auf regionaler Ebene müsste dann noch von einem nationalen Komitee bestätigt und abschließend vom Ministerium abgesegnet werden. Wie viel Zeit dieses Procedere in Anspruch nehme und wann die DAC-Regelung in der Wachau in Kraft treten könne, sei daher noch nicht klar, so Bodenstein. Fest stehe lediglich, dass das neue Qualitätssystem ein herkunftsorientiertes sein wird: Die Basis bildet der Regionswein mit der Bezeichnung Wachau. Dafür sollen rund 17 verschiedene Rebsorten erlaubt sein, weit mehr, als in anderen DAC-Regionen wie beispielsweise dem Kamptal, wo lediglich Riesling und Veltliner mit Herkunftsbezeichnung vermarktet werden dürfen. Für den Ortswein, die mittlere Qualitätsschiene, sollen in der Wachau sieben Sorten zugelassen werden (Grüner Veltliner,  Riesling, Weißburgunder, Neuburger, Sauvignon Blanc, Traminer und Gelber Muskateller). Die höchste Qualitätsstufe, die Riedenweine, bleiben Riesling und Grünem Veltliner vorbehalten. 

Die Wachau könnte damit zur 14. DAC-Region in Österreich werden. Die einzigen Gebiete ohne ein DAC-System sind nunmehr Wagram, Carnuntum und Thermenregion. jw

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