Comité Champagne legt Exportdaten 2018 vor

Dienstag, 19. März 2019 - 10:00
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Frankreich und Großbritannien schwächeln beim Absatz, außerhalb der EU ist die Entwicklung dynamisch (Foto: CIVC)

Auf der ProWein veröffentlicht der Champagne-Gesamtverband, Comité Champagne mit Sitz in Épernay, die Marktdaten der wichtigsten dreißig Absatzmärkte für Champagne. 2018 wurde ein weltweiter Rekordumsatz von 4,9 Mrd. Euro erzielt. Ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der weltweite Champagne-Absatz ging um 1,8 Prozent auf 301,9 Mill. Flaschen zurück. Frankreich und Großbritannien, die für 60 Prozent der weltweiten Absätze stehen, sind die wichtigsten Faktoren für diesen Rückgang: In diesen Märkten ging der Absatz um 4 Prozent zurück, auch wenn die Umsatzentwicklung mit minus 2 Prozent positiver ausfällt, da hochwertigere Cuvées nachgefragt wurden.

Insbesondere außerhalb der Europäischen Union entwickelt sich die Champagne-Nachfrage dynamisch: entfernt liegende Märkte, wie die USA mit 23,7 Mill. Flaschen und einem Absatzplus von 2,7 Prozent, Japan mit 13,6 Mill.  Flaschen und einem Mengenzuwachs von 5,5 Prozent sowie die chinesischen Märkte (China, Hong Kong und Taiwan) mit 4,7 Mill. Flaschen Champagne und einem Plus von 9,1 Prozent in Absatzmenge. Nach zehn sehr starken Wachstumsjahren mit einem kumulierten Absatzplus von 134 Prozent, schwächelt Australien mit 8,4 Mill. Flaschen und minus 1,8 Prozent leicht, was der nachteiligen Wechselkursentwicklung geschuldet sein könnte.

Die Champagne-Lieferungen nach Deutschland gingen im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent oder 140.600 Flaschen zurück: 2018 wurden 12.144.521 Mill. Flaschen geliefert (2017: 12.285.167 Flaschen). Der Umsatz der Champagne-Winzer und –Häuser auf dem deutschen Markt liegt dagegen mit 3,2 Prozent im Plus. Champagne für 203 Mill.  Euro wurde 2018 nach Deutschland bestellt. Das ist neuer historischer Rekord. Nur im Jahr 1997 wurde mit 201,6 Mill.  Euro fast soviel für Champagne ausgegeben. Deutschland bleibt damit nach Absatz und Umsatz weltweit der Exportmarkt Nummer vier. Japan zog 2017 erstmals sowohl im Absatz als auch im Umsatz an Deutschland vorbei. Nur in Frankreich, in den USA und in Großbritannien wird noch mehr Champagne getrunken. red

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