Caviro erzielt 330 Mill. Euro Umsatz in 2018

Dienstag, 14. Mai 2019 - 15:30
Hersteller
Wein
Der Caviro-Präsident Carlo Dalmonte

Die Gruppo Caviro aus Faenza hat ihre Bilanz 2018 präsentiert. Die Genossenschaftskellerei zweiten Grades erreichte dank eines Wachstums von 4,6 Prozent einen Umsatz von 330 Mill. Euro. Der Gewinn stieg auf 5 Mill. Euro, das Ebitda liegt bei 21 Mill. Euro. 

»Wir haben eine Bilanz mit sehr guten Zahlen abgeschlossen. Das war auch nötig, vor allem, um das Vermögen nach der sogenannten ›Sache Portugal‹ wieder aufzustocken. 2017 waren wir gezwungen, 7,4 Mill. Euro wegen eines Betruges zu bezahlen, den wir vor über 20 Jahren erlitten hatten und der uns auf mehreren Ebenen geschadet hat«, kommentiert Präsident Carlo Dalmonte die Bilanz. 

Man sei zwar völlig zufrieden mit dem Geschäftsergebnis, sich aber auch bewußt, dass beim Fassweinverkauf nicht die gewünschten Preise erzielt wurden.

Der Umsatz der Gruppe Caviro setzt sich zu 71 Prozent aus dem Weingeschäft zusammen. Der Anteil des Zweiges Distillerie, der Alkohol, Most und Weinsäure herstellt, fiel 2018 von 21 auf 18 Prozent der Einkünfte. Der Bereich der Energiegewinnung trug 11 Prozent zum Ergebnis bei, 2 Prozent mehr als 2017.

Aufrüstung der Kellereien

2018 investierte der Tavernello-Hersteller die Rekordsumme von 26 Mill. Euro. Das Geld floss in eine neue Abfüllanlage im Produktionszentrum in Forlì, in Drucktanks für die Kellerei in Savignano sul Panaro, in die Renovierung der Kellerei Cesari im Veneto und in eine Produktionsanlage für Biomethan in Faenza, die Anfang Juni eingeweiht werden soll.

Natürlich fällt auch das umfangreiche Projekt Leonardo Da Vinci, das 2019 anläßlich des 500. Todestages präsentiert wurde, in die Investitionen von 2018. Im vergangenen Jahr bildete Caviro die Gesellschaft ›Caviro Extra‹. Sie ersetzt den Zweig ›Caviro Distillerie‹, arbeitet im Bereich der Bioraffinerie und komplettiert die Kreislaufwirtschaft des Kolosses aus der Emilia-Romagna. Caviro erhielt 2018 die Zertifizierung SA8000, ein internationaler Standard, der auf Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der UN-Kinderrechtskonvention basiert.

Ambitionierte Pläne

Das zweitgrößte Weinunternehmen Italiens verkauft 74 Prozent der Weinproduktion auf dem heimischen Markt. Laut Geschäftsleitung hat Caviro den Exportanteil 2018 in Großbritannien, Deutschland, den USA, Japan und Russland konsolidiert. »Für 2019 haben wir uns zum Ziel gesetzt, im Ausland um zehn Prozent zu wachsen. Das wollen wir vor allem über den UK-Markt, die USA und Märkte im Fernen Osten wie China, Japan und Korea erreichen«, erklärt Generaldirektor SimonPietro Felice.

In den ersten Monaten des Jahres habe Caviro bereits ein Wachstum dieser Größenordnung auf den Exportmärkten verzeichnet. VC

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