Carlyle übernimmt Codorníu

Montag, 2. Juli 2018 - 10:00
Hersteller
Wein

390 Mill. Euro lässt sich die Carlyle-Gruppe die Mehrheitsbeteiligung an dem Cava-Produzenten Codorníu kosten. Nach Informationen von Meininger’s Wine Business International sind noch nicht alle Details der Vereinbarung final beschlossen. So bestehe noch Uneinigkeit über die genaue prozentuale Höhe der Anteile. Diese Unklarheit bestehe jedoch vor allem, weil noch nicht geklärt sei, was für die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden erforderlich ist.

»Diese Vereinbarung hilft dem Unternehmen in Übersee zu wachsen und gibt unserer Strategie, auf wertvolle, prestigeträchtige Marken zu setzen, Kontinuität«, erklärt die Vorsitzende von Codorníu Mar Raventós. Das Familienunternehmen Codorníu besitzt 216 verschiedene Anteilseigner. Trotz der verschachtelten Struktur und Uneinigkeit in der Familie blitzte Carlyle mit ersten Angeboten ab. Da es jedoch nicht gelungen ist, Minderheitsinvestoren an Bord zu holen, sei es zu der Übernahme gekommen. Der Deal soll zum Ende des Jahres 2018 wirksam werden.

Zuletzt erzielte Codorníu einen Umsatz von 236 Mill. Euro und ein EBITDA von 16 Mill. Euro. Für das laufende Jahr erwartet Codorníu jedoch eine Steigerung des Gewinns auf 26 Mill. Euro. Neben Cava produziert Codorníu verschiedene Weinmarken in Rioja, Ribera del Duero, Priorat und Argentinien. Das Unternehmen verfügt über 3.000 Hektar Reben. 

Der Kauf der Mehrheitsanteile von Codorníu ist die zweite große Investition des Finanzinvestors Carlyle in die Weinbranche binnen kurzer Zeit. Im April erwarb das Unternehmen den australischen Überseespezialisten Accolade Wines für ca. 630 Mill. Euro vom bisherigen Besitzer CHAMP. red

Anzeige