Burgund verliert eine Legende

Montag, 20. Januar 2020 - 16:30
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Michel Lafarge, einer der Vorreiter in Burgund, starb im Alter von 92 Jahren.

Michel Lafarge, einer der führenden Winzer aus dem Burgund, starb am 15. Januar im Alter von 91 Jahren.

Lafarge, der nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem familieneigenen Weingut Domaine Michel Lafarge gearbeitet hatte, war einer der ersten Kleinproduzenten, die mit der Abfüllung eigener Weine für den Export begannen. Doch nicht nur hier übernahm er eine Vorreiterrolle in Burgund. 

Unter seiner Leitung und durch die Zusammenarbeit mit seinem Sohn Frédéric ist die Domaine Michel Lafarge zu einem der gefragtesten Namen in Volnay an der Côte de Beaune geworden. Zunächst hatte er nur auf den Einsatz von Chemikalien im Weinberg verzichtet, dann stellte er das Weingut um die Jahrhundertwende auf biodynamischen Anbau um und erhielt anschließend die Demeter-Zertifizierung.  

Frédéric Lafarge, der 1978 seine Arbeit auf dem Weingut begann, leitet das Weingut heute gemeinsam mit seiner Frau Chantal. Mit der Tochter Clothilde ist bereits die nächste Generatio Teil des Unternehmens.

»Er war der weise Mann«, sagte Thiebault Huber, Präsident der burgundischen Winzergenossenschaft CAVB. »Man konnte ihn immer um Rat fragen, und er hat sich nie geweigert«, sagte er gegenüber Decanter.com. red

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