Bulgarien: Kalter Kaffee in neuen Schläuchen

Donnerstag, 27. November 2003 - 12:00

Tatsache: Im letzten Jahr bis Februar diesen Jahres wurden in Deutschland eine große Anzahl Flaschen Bulgarischen Weins aus dem Verkehr gezogen. Sie waren mit Wasser versetzt und mit Zucker, Alkohol und Farbstoffen aufgepeppt worden.
Doch das ist eigentlich Schnee von gestern. »Heute sind die Kontrollen der Importeure und des Zolls an der Grenze mehr als verdoppelt worden», weiß Branchenkenner Iwaillo Genowski vom Germania Weinimport aus Berlin.
Doch aktuelle Meldungen in der Tages- und Fachpresse lassen den Verdacht aufkommen, als wären gerade gestern 100.000 Flaschen Kadarka und Klostergeflüster aus den Regalen der Supermärkte entfernt worden.
Kein Wunder, dass eine Vielzahl von »ehrlichen« Importeuren und Produzenten von einer Kampagne gegen ihre Weine reden. Gegen die Verantwortlichen des Betruges aus dem Vorjahr und Anfang des Jahres wird ermittelt und Iwaillo Genowski ist sich sicher, dass das Signal in Bulgarien verstanden wurde.

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