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Donnerstag, 26. November 2020 - 16:00
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Prosecco goes rosé - in einem gefeierten Online-Launch  (Foto: Konsortium DOC Prosecco)

Das Konsortium DOC Prosecco präsentierte der Weltöffentlichkeit am 25.11.2020 erstmals die neue Typologie Prosecco DOC Rosé. 
Vor den leeren Rängen des Teatro Dal Monaco in Treviso orchestrierte der Moderator Pietro Polidori die digitale Zusammenkunft von internationalen Köchen, Influencern und Masters of Wine mit der Führungsspitze des Konsortiums auf der Bühne des Theaters und den zugeschalteten Journalisten. 

Den Teilnehmern war vorher eine offizielle Version des Prosecco DOC Rosé  des Konsortiums zugegangen. Sie machte Bella Figura. Gelungen, das zarte Rosé im Zwiebelschalenton, intensives Bukett mit floralen und zitronigen Noten, Anklängen von Erdbeere, Himbeere und Passionsfrucht. Der Einfluss von Pinot Nero (mindestens 10 bis maximal 15%) ist deutlich. Der Textur kommt die im Regelwerk vorgeschriebene Mindestverweildauer auf den Hefen von zwei Monaten zugute. Sie ist cremiger auf dem Gaumen als die Prosecco, der nach 30 Tagen abgefüllt werden darf.  Am Gaumen schlägt der Rosé frisch auf, die typische Apfelaromatik der Glera kommt deutlicher zum Tragen als in der Nase, und er wird recht rund aufgrund einer Restsüße, die im oberen Bereich der Kategorie Brut angesiedelt ist.

Das Konsortium gab an, dass bis jetzt 84 Kellereien Prosecco DOC Rosé herstellen. Die Auflage beträgt zurzeit 12,2 Mill. Flaschen, bis Jahresende rechnet man mit einem Absatz von 20 Mill. Flaschen. Im Laufe des Jahres 2021 sollen die Konsumenten bereits 40–50 Mill. Flaschen erreichen. Nach einer Umfrage bei den Herstellern geht das Konsortium davon aus, dass der Rosé mit 80–85 Prozent eine höhere Exportquote erreichen wird als der weiße Prosecco (77%). Die Absatzkanäle sind laut der Erhebung in erster Linie der LEH (55–60%) gefolgt von der Gastronomie (30–35%), gemischten Kanälen wie Online-Verkauf (10–15%) und ein Prozent soll der Ab-Hof-Verkauf ausmachen. VC
 

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