Bekannter Onlinehändler verkauft

Freitag, 25. Januar 2019 - 9:15
Handel
Weinhandel
Christian Fricke (l.) mit Stephan Linden (Foto: www.toni-rodriguez.net)

Der 2011 gegründete Wein-Onlinehändler Wine in Black mit Sitz in Berlin geht in schwedische Hände. Die bisherigen Risikokaptialgeber Project A Ventures, Black River Ventures, e.ventures, Bright Capital, Passion Capital, btov, KFW, Keen Mind Ventures sowie die Gründer von kaufDA / Bonial International Group, Christian Gaiser und Tim Marbach verkaufen 100 Prozent ihrer Anteile an die schwedische Viva Group. Der Handel wurde im vergangenen Jahr eingefädelt und Anfang Januar verbindlich abgeschlossen, wie der Gründer und Geschäftsführer Stephan Linden gegenüber WEINWIRTSCHAFT erklärte. Linden bleibe bis Mitte des Jahres noch an Bord und habe noch einge Projekte zu bewältigen. Mitgeschäftsführer Christian Fricke, der im Februar 2018 zu Wein in Black gestoßen war, wird die Geschäftsführung fortführen. Mitgründer Christian Hoya war bereits Anfang 2018 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Der im Unternehmen verbleibende Geschäftsführer Fricke will weiterhin dafür sorgen, dass »Wine in Black als Plattform erste Anlaufstelle für alle werde, die neue, hochwertige Weine entdecken wollen«. Der Ausstieg der Risikokapitalgeber, die in der Regel einen Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren hätten, sei von Anfang an klar gewesen, erläuterte Linden gegenüber WEINWIRTSCHAFT und ist froh, dass mit der schwedischen Viva Group ein strategischer Partner gefunden wurde, der den weiteren Ausbau des Unternehmens voranbringen wolle. 

Die Viva Group hat sich in den letzten Jahren zum größten Importeur für Wein und Spirituosen in Skandinavien entwickelt und hält einen Marktanteil von circa 25 Prozent am schwedischen Einzelhandelsmonopol Systembolaget. Das Unternehmen ist auch in anderen europäischen Ländern mit Niederlasssungen vertreten und in Deutschland durch den Online-Shop Wine a Porter vertreten. Wine in Black erzielte 2017 einen Umsatz im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Insgesamt flossen etwa 10 Millionen Euro in das Start-up Unternehmen, Allein 2015 musste das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag von rund 2,8 Mill. Euro und im darauffolgenden Jahr nochmals 2 Mill. Euro ausweisen. Zum Kaufpreis und zur Höhe wollte Linden keine Auskunft geben. HP 
 

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