Baden macht Minister Sorgen

Dienstag, 22. Januar 2019 - 10:15
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Wein
Minister Peter Hauk will keine staatlich verordnete Zwangsabgabe der Winzer an die Weinwerbung (Foto: MLR / Jan Potente)

In einem als Spitzengespräch mit den Weinbau- und Genossenschaftsverbänden bezeichneten Termin erörterte der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, der auch den Weinbau unter seinen Fittichen hält, die Situation der Dachmarkenwerbung in Baden. 

Mitte Dezember 2018 hatte die Badische Wein GmbH bekanntgegeben, dass ihr Fortbestand über 2019 nicht gesichert sei, da das interne Ziel von mindestens 10.000 Hektar Mitgliedsrebfläche in einer Vertrauensabfrage nicht erreicht wurde und dass die Badische Weinwerbung den Beschlüssen der Mitgliederversammlung zufolge Ende 2019 aufgelöst wird.

Mit den Verbänden, so ließ der Minister aus dem Gespräch wissen, sei man sich einig, dass es dennoch keine parafiskalische Werbeabgabe für Wein in Baden-Württemberg geben werde und es Sache der Weinbranche in Baden sei, selbst eine professionelle Dachmarkenwerbung zu schaffen. 

Das Ministerium sei aber bereit, intensive Gespräche mit Betrieben und Verbänden zu führen, um zukunftsträchtige Konzepte zu erarbeiten, ließ der Minister wissen. Er rechne noch im Frühjahr 2019 mit einer Lösung und verwies zugleich darauf, dass es »ohne funktionierende Weinwerbung keine europäischen Fördermittel ›Absatzförderung Binnenmarkt‹ gebe und die Förderung über die BW Classics praktisch nicht genutzt werden könnten«. 

Das Fehlen einer gemeinsamen Werbung werde die Konkurrenzkraft badischer Weine auf den Märkten mittel- und langfristig massiv schwächen, warnte Hauk. hp

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