AmazonFresh mit widersprüchlichen Signalen

Mittwoch, 8. November 2017 - 14:15
Handel
LEH
In Deutschland soll AmazonFresh wachsen, in den USA wird man selektiver

Ab dem 8. November 2017 bietet Amazon den Nutzern des Amazon-Prime-Kundenprogramms im Münchener Stadtgebiet die Belieferung mit Lebensmitteln an. Damit ist München nach Berlin und Hamburg der dritte deutsche Standort, an dem Amazon das Angebot von AmazonFresh lanciert. 

Das von AmazonFresh angebotene Sortiment umfasst nach einer Presseinformation 300.000 Produkte, darunter auch 200.000 Non-Food-Artikel des täglichen Bedarfs. Durch die Integration lokaler Anbieter wie Dallmayr, EllySeidl, Frischeparadies oder Schlemmermeyer berücksichtigt AmazonFresh auch regionale Vorlieben. 

»Lokale Einzelhändler sind ein sehr wichtiger Bestandteil von AmazonFresh. Wir sind uns sicher, dass die Feinkostartikel von Dallmayr, die Gewürzwerk-Mischungen vom Viktualienmarkt sowie das Angebot weiterer Lieblingsläden den Geschmack der Münchener treffen«, sagt Florian Baumgartner, Director AmazonFresh Deutschland.

Geliefert wird bei Bestellung vor 23 Uhr am Folgetag in einem frei wählbaren Zweistunden-Zeitfenster von 8–22 Uhr. Amazon-Prime-Now-Kunden sollen aus einem kleinen Sortiment sogar binnen einer Stunde nach Bestellung beliefert werden. Die Teilnahme an Amazon Fresh kostet zusätzlich zu Amazon Prime 9,99 Euro im Monat bei einer unbegrenzten Anzahl an lieferkostenfreien Bestellungen.

Ganz anders sieht die Entwicklung von AmazonFresh in den USA aus. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wird Amazon Fresh in Teilen der US-Bundesstaaten New Jersey, Pennsylvania, Delaware, Maryland und Kalifornien zu Ende November eingestellt. Anders als bei der kürzlich bekanntgegebenen Einstellung des Marktplatzes für Wein in den USA soll die Einstellung von AmazonFresh an den betroffenen Standorten nicht in Zusammenhang mit dem Erwerb der Supermarktkette Whole Foods stehen. cg

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