Daniel Schimkowitsch - Unser Koch der Pfalz

Der Koch des »L.A. Jordan« in Deidesheim im Interview
Freitag, 3. November 2017 - 11:30
Gastronomie
Regional

Herzlichen Glückwunsch Herr Schimkowitsch. Sie sind „Unser Koch der Pfalz“ im aktuellen „Pfälzer Restaurantführer“...

Wie stolz sind Sie nach drei Jahren im Ketschauer Hof und neben vielen anderen Auszeichnungen nun auch „Koch der Pfalz“ zu sein?

Naja es sind ja jetzt schon fast vier Jahre, die ich hier in der schönen Pfalz bin und mich extremst wohlfühle. Wir freuen uns über jede Auszeichnung, die wir bekommen. Aber "Koch der Pfalz" ist natürlich etwas Besonderes. Es ist auch eine Bestätigung  „Angekommen“ zu sein. Selbstverständlich ist das nicht nur eine Auszeichnung für mich, sondern für uns als Team, da ohne meine Köche oder Servicemitarbeiter dies nicht möglich wäre.

Wie würden Sie selbst in wenigen Worten Ihren Kochstil beschreiben?

Top of the Tops! Geschmacksintensiv, produktbezogen, das heißt nur das Beste, einfach anders als man es erwartet

Woher holen Sie Ihre Inspiration für neue Gerichte?

Das ist schwierig zu erklären. Die Rädchen im Kopf laufen ununterbrochen und denke über die unterschiedlichsten Produkte oder Zubereitungen nach, aber ohne dabei zu verkrampfen. Wir nehmen uns die Zeit, Neues zu entwickeln und schreiben es erst auf die Karte, wenn wir alle sagen: Das ist LA Jordan.

Wir haben es geschafft, uns in den letzten zwei Jahren einen ganz eigenen geschmacklichen Stil zu erabreiten, den man nicht mit anderen vergleichen kann. Wir lassen uns dabei weder von Blogs, Zeitschriften oder Büchern leiten, sondern konzentrieren uns komplett auf uns.

Was fasziniert Sie an der japanischen Küche?

Dieser absolute Drang nach Perfektion, egal ob es die Technik ist oder das Produkt an sich. Wobei mich ja nicht nur die japanische Küche fasziniert, sondern auch die Küche Südost-Asiens.

In unserer Küche haben die vietnamnesische, thailändische, indonesische und japanische Küche Einfluss. Wobei ich hierzu ganz klar sage: Wir kochen nicht asiatisch, das können wir Europäer gar nicht, sondern arbeiten mit deren Produkten und vereinzelten Techniken. Eines davon ist, dass wir die „klassische Alkoholkocherei“ aus unserer Küche verbannt haben. Da gibt es nur eine Ausnahme und das ist die Madeirasauce zu unserem "Verkohlten Rind". Dafür haben wir noch keinen Ersatz gefunden, anderseits wollen wir auch gar keinen.

Wie lebt es sich als Bayer in der Pfalz?

Es lebt sich sehr gut in der Pfalz und ich fühle mich heimisch, da die Pfälzer an sich ein geselliges, eigenbrödlerisches Völkchen sind, wie die Bayern. Ist aber auch verständlich, die Pfalz war ja mal bayerisches Hoheitsgebeit ;) Landschaftlich ist es eines der schönsten Flecken hier. Auch wenn mir hin und wieder dann doch der Biergarten und das bayerische Bier fehlen. Wie sagt da Bayer: I bin da Daniel und do bin I dahoam!

Welches typische Pfälzer Gericht würden Sie gerne einmal zu einer neuen Kreation weiterentwickeln?

Keines, weil traditionelle Gerichte sollen das bleiben, was sie sind, ein Original und die gehören so und nicht neu interpretiert. Wenn da "Pfälzer-Trilogie" steht, erwarte ich das auch als Gast und keine Hokuspokus um Saumagen, Bratwurst und Leerknödel (die ich im übrigen liebe).

Vielen Dank Herr Schimkowitsch für das Interview. Weiterhin viel Erfolg wünscht

Ihr Team von Meininger Online! 

Der Pfälzer Restaurantfüher 2018|2019 vom Meininger Verlag in Neustadt

Das Profil von Herrn Schimkowitsch finden Sie im Restaurantführer auf  Seite 10. Das Restaurant »L.A. Jordan« befindet sich auf den Seiten 41-42. Den Restaurantführer können Sie hier bestellen!

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Das Restaurant »L.A. Jordan« finden Sie unter: 
https://www.lajordan.de/