Drei Fragen an Sascha Speicher

Mittwoch, 13. November 2019 - 10:00
Handel
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Gastronomie
Sascha Speicher, Chefredakteur Meiningers Sommelier Magazin, Fotocredit: Ralf Ziegler/Ad Lumina

Meininger's Finest 100 ist an sich schon eine einzigartige Veranstaltung. Aber was ist in diesem Jahr aus Ihrer Sicht hervorzuheben?

Natürlich versuchen wir jedes Jahr, ein wenig andere Schwerpunkte zu setzen, damit es für die Besucher immer spannend bleibt. In diesem Jahr sind hier Kalifornien und die ganz großen Klassiker Italiens, die drei „B‘s“, zu nennen. Kalifornien ist seit einigen Jahren wieder interessant für die Sommeliers, auch dank der individuellen Pinot Noirs und aufgrund generell mehr Frische in den Weinen. Die besten Cabernets sind einfach große Weine mit großem Reifepotenzial. Gemäß unserer Philosophie sind aus jedem Gebiet immer weltberühmte Namen und Shooting Stars, die eher bei Insidern gefragt sind, mit dabei. Also zum Beispiel Harlan und Ridge Vineyards auf der einen und Kutch auf der anderen Seite. Im Falle Italiens dreht sich viel um Barolo, Barbaresco und Brunello. Hier sind nahezu alle ganz großen Namen in Neustadt vertreten, von Poggio di Sotto, Biondi-Santi, Casanova di Neri über Gaja und Roagna bis Giacomo Conterno, um nur einige zu nennen.

Wenn Sie an die erste Meininger's Finest 100 zurückdenken: Was hat sich seitdem verändert? Und was ist gleichgeblieben?

Gleichgeblieben ist die Qualität der Aussteller und Besucher. Nur der Rahmen wurde etwas größer und internationaler. Seit Wochen haben wir einen Anmeldestopp auf der Besucherseite, weil wir nicht mehr als 400 Besucher zulassen möchten, um die persönliche, entspannte Atmosphäre zu garantieren.
 
Welches Feedback freut Sie besonders?

Das schönste Komplement von Ausstellerseite bezieht sich meist auf die Qualität der Organisation, auf die entspannte, fast schon familiäre Atmosphäre. Bei den Besuchern ist es besonders faszinierend, wenn man spürt, dass sie regelrecht ergriffen sind, von dem Zauber, den nur die ganz besonderen Weine versprühen können. Man nimmt einen Schluck in den Mund und alle Sinne sind wie elektrisiert. Auf die Weise verbreitet sich eine Stimmung im Saal, die nur schwer zu beschreiben ist.