MEININGERs WEINWELT (06/2007): Müller Thurgau aus Franken

MEININGERS WEINWELT
Mittwoch, 4. Juli 2007 - 12:00
Verkostungen
Müller-Thurgau war einst eine Erfindung, um den vermeintlichen Publikumsgeschmack zu treffen. Die fränkische Version genoss aber schon früh den Ruf, etwas kerniger zu sein. Die internationale Klasse des fränkischen Silvaners wird er zwar nie erreichen, dafür bietet er aber jede Menge Spaß, gerade für den alltäglichen Genuss. 
 
Bundesweit hat der Riesling dem Müller-Thurgau schon vor einem Jahrzehnt den Rang abgelaufen. In Franken ist er immer noch erste Rebsorte und belegt dort beinahe ein Drittel der Rebfläche, noch deutlich vor dem Silvaner, mit dem sich die Franken am liebsten identifizieren und der wohl auch die größten fränkischen Weine hervorbringt. Dennoch hatte fränkischer Müller-Thurgau immer seine Fans, auch oder vor allem außerhalb des Anbaugebietes genoss er eine gewisse Hochachtung. Sobald Müller-Thurgau aus Franken stammte, war es nicht peinlich. Seine Karriere ist zwar längst nicht so spektakulär wie die seiner Brüder aus Südtirol und Trentino, die in den reichen Städten Norditaliens reißenden Absatz zu saftigen Preisen finden, dafür macht Müller-Thurgau aus Franken viel Spaß mit seiner unkomplizierten Art. Das dokumentieren die Franken mit Profilweinen wie “Frank & Frei”, unkomplizierte, fruchtig-frische Spaßweine moderner Machart, die in weißen Bocksbeutel- oder Bordeaux- Flaschen angeboten werden. Einige dieser “Frank & Frei”-Weine (insgesamt gibt es 17 Winzer), die “höchste Qualität für jeden Tag” auf den Tisch bringen wollen, finden Sie auf den folgenden Seiten. Dazu ehrgeizige Lagen-Crus, sogar mit mineralischer Tiefe, oder einfach nur leckere Literweine. Auf alle Fälle wird hier viel lockerer Trinkgenuss fürs Geld geboten.

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