Neue Kürbis-Rezepte von Felicitas Then

Dine Kolumne - Gruß aus der Küche
Ausgabe: 
06
2018
Donnerstag, 15. November 2018 - 13:45
Kolumne
Felicitas Then

Foto: Ben Fuchs

Als Püree gestampft, zu Suppe püriert oder wie Gemüse gebraten. Seit ein paar Jahren feiert der Kürbis sein glamouröses Comeback. Kaum ein Café kommt ab September ohne Kürbis-Ingwer-Süppchen aus und auch in meinem Backofen rösten im Herbst ständig goldgelbe Kürbisspalten  mit viel Kreuzkümmel, Chili und Zimt.

In den USA kennt man es schon lange, meine Dessert-Welt versüßt das Gemüse erst seit dem letzten Jahr: Fein gewürzter Pumpkin Pie mit knusprigem Butterboden und Kürbiskern-Eis ist nur ein Nachtisch-Klassiker für meine Gäste. Früher habe ich aus Bequemlichkeit fast immer zu Hokkaido gegriffen, heute weiß ich die verschiedenen Sorten und ihre besonderen Eigenschaften zu schätzen.

So schmeckt der Butternut wunderbar buttrig und würzig, der Muskatkürbis angenehm zart, der Spaghettikürbis eignet sich toll als Low-Carb-Nudel und wer beim Asialaden vorbei kommt, sollte unbedingt ein paar kleine Patisson-Kürbisse mitnehmen, diese können nämlich im Ganzen zubereitet werden.

Kürbis-Gnocchi mit Pinienkernbutter, Zitrone und Parmesan

400 g Hokkaido, Salz, schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen), 400 g mehligkochende Kartoffeln, 3 EL Olivenöl, ½ unbehandelte Zitrone, 250 bis 300 g Mehl, 2 Eigelbe, Muskat (frisch gerieben), 50 g geröstete Pinienkerne, 1 kleines Bund Thymian, 80 g Butter, 80 g Parmesan (frisch gerieben), 1 unbehandelte Zitrone

Den Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Den Kürbis entkernen, in Spalten schneiden. Diese in eine feuerfeste Form geben, salzen, pfeffern und mit Alufolie abgedeckt circa 30 Minuten weich garen. Herausnehmen und fein pürieren.

Die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen, anschließend pellen und durch eine Presse drücken. Nun das Kürbismus und die Kartoffeln mit dem Mehl, den Eigelben, Salz, Pfeffer und Muskat zügig zu einem Teig verkneten, er sollte nicht mehr kleben. Gegebenenfalls mehr Mehl dazu geben.

Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und aus dem Gnocchiteig daumendicke Rollen formen, diese mit dem Messer in Gnocchis schneiden. Die Pinienkerne im Mörser grob zerstoßen, die Thymianblätter von den Stielen zupfen.

Dann Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen. Die Butter in einer weiteren Pfanne leicht bräunen und die Thymianblättchen darin rösten. Dann die Gnocchis ins kochende Wasser geben und circa zwei Minuten köcheln lassen, bis sie oben schwimmen. Dann mit einer Schaumkelle direkt in die braune Butter heben, die Pinienkerne dazu geben, einmal schwenken und mit Parmesan und frischem Zitronenabrieb bestreut servieren.

Und wer von Kürbis noch nicht genug hat, findet hier noch das Rezept für Pumpkin Cheesecake

 

 

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