Korsika - Insel der Schönheit

Ausgabe: 
01
2014
Montag, 11. November 2013 - 15:30
Service
Weinwelt
Reisen
Wer als Weinfreund aufgeschlossen ist und Spaß an Entdeckungen hat, dem sei Korsika ans Herz gelegt. Zumal korsische Weine momentan so spannend sind wie nie zuvor.
 
Wo man auch auf Korsika ankommt, wer seine Weine kennenlernen möchte, sollte die Insel umrunden. Doch Achtung: Korsika ist ein Gebirge im Meer. Immer wieder wird man mit hinreißenden Ausblicken auf Steilküsten, Buchten, Bergdörfer und Gipfelketten belohnt, man muss sie sich allerdings Kurve um Kurve verdienen.
 
Ich beginne in Ajaccio, der Hauptstadt mit dem größten Flug- und bedeutendem Fährhafen, mit der Place Maréchal Foch und ihren sympathischen Restaurants, der Maison Bonaparte und dem Musée Fesch. Was den Wein betrifft, macht die Domaine Comte Peraldi den Auftakt. In Mezzavia oberhalb der Stadt öffnet sich eine Oase mit 45 Hektar Weinbergen, wo schon um 1540 Wein angebaut wurde. Die Grafen von Poix, direkte Nachkommen der Peraldis, nahmen ab 1965 aktiv an der Erneuerung des korsischen Weins Anteil. Der im Barrique-Keller ausgebaute Clos du Cardinal führt vor, welch ausgezeichnete Rebsorte der – in der AOP Ajaccio dominierende – Sciaccarellu ist. Immer nur von mitteldunkler Farbe; in der Nase mit intensiver roter Frucht wie Himbeeren, Kirschen, Pflaumen, dann Noten von Lakritz, Mandeln und den Wildpflanzen des Maquis; am Gaumen seidige Fülle mit saftiger Frucht, dezenter Bitternote, leicht pfeffrigen Tanninen, Wildkräutern, Gewürzen (wenn Holzausbau), oft frisch und elegant. 
 
Die besten Weine der Insel basieren heute auf den alten korsischen Rebsorten. Unter der Herrschaft Genuas (von 1284 bis 1768) wurden die Familien 1572 verpflichtet, mindestens vier Rebstöcke anzupflanzen. Damit nahm der seit dem Altertum bestehende Weinanbau auf der Insel einen ersten Aufschwung. Die Rebreiser kamen dazu vom Stiefel, darunter die drei, die heute den Ton angeben: die roten Sciaccarellu (Vorfahr unbekannt) und Niellucciu (ursprünglich Sangiovese, inzwischen mutiert) sowie der weiße Vermentinu (hier oft Malvoisie genannt). Übrigens sprechen die Korsen meist den letzten Vokal nicht aus.
 
Man sollte die Calanches und den Golf von Porto nicht versäumen: Die zerklüfteten rosaroten Granitfelsen über dem tiefblauen Mittelmeer sind ein spektakuläres Naturereignis. Als ich am Abend – immer der Küste entlang – Calvi erreiche, empfinde ich La Signoria, eines der schönsten Hotels der Insel, mit seinem aufmerksamen Sommelier als verdiente Belohnung. Am nächsten Morgen heißt mich Pierre Aquaviva auf Domaine Alzipratu willkommen, einem Gut in der Balagne, dem Obstgarten Korsikas. Der Präsident der korsischen Appellationen weist mich darauf hin, dass unabhängige Weingüter wie seines erst ab den 1960er Jahren entstanden sind. Sie aber investierten in Weinberge, Keller und Qualität und prägen heute das Image des korsischen Weins mit Cuvées wie seinem Pumonte. In der Balagne kann Wein nur in der schmalen Ebene angebaut werden, denn dahinter erhebt sich schroff die Bergkette des Monte Grossu. 

Im oberen Reginu-Tal wurde ab 1973 aus einer früheren Olivenölfabrik die Domaine Maestracci. Heute händelt die junge Camille-Anaïs Raoust souverän die Assemblagen wie E Prove und Villa Maestracci, die sie drei, bzw. vier Jahre ausbaut.
 
Korsika hält den Sonnenscheinrekord Frankreichs mit 2 750 Stunden im Jahr. Von Anfang Mai bis Ende September wird es von 2,7 Millionen Touristen besucht. Zu Ferienstimmung und Strandleben passt Rosé am besten. Folglich entfallen 55 Prozent der Weinerzeugung oder gut 19 Millionen Liter auf Rosé. Sie werden fast ausschließlich an Ort und Stelle genossen. Dieser Nachfrage werden auch die besten Weingüter gerecht, in der Regel mit sehr angenehmen, fruchtigen und frischen, teils naturwürzigen und mineralischen Weinen. Aber die Rot- und Weißweine bieten deutlich mehr Charakter.
 
Mit Ajaccio erhielt Patrimonio 1984 eine eigene Appellation, während alle anderen Weingebiete ihren Namen der AOP Vin de Corse zufügen müssen. Die Böden im Süden und Westen der Insel bestehen aus verwittertem Granit, im Cap Corse aus Schiefer und in der Ebene an der Ostküste aus Mergel und Schwemmland, dagegen spielt Patrimonio mit seinen tonkalkigen Hanglagen eine Sonderrolle. Auf denen läuft der Niellucciu zur Höchstform auf. Der im 12. Jahrhundert zuerst von den Pisanern eingeführte Sangiovese hat hier einen eigenen Charakter entwickelt. Auf der Rückseite der Berge, die den Golf von Saint-Florent einrahmen, Richtung Poggio d’Oletta, findet er ideale Bedingungen wie auch beim Dorf Patrimonio. Davon kann man sich auf den dortigen Weingütern überzeugen. Er kehrt intensive rote, bei hoher Reife dunkle Beeren aromen hervor, viel Maquiskräuter, Echte Lakritz und einen Hauch von Leder. Im Mund besticht er mit feinen, aber markanten Tanninen, anregender Säure, Spannung, Finesse und gutem Alterungspotenzial. So auf Domaine Lecchia, insbesondere die Cuvée Petra Bianca, beim Nachbarn Yves Lecchia auf E Croce und beim Pionier Antoine Aréna mit Carco und Grotto di Sole.
 
Das Meer fügt den Weinen oft Noten von Salz und Jod hinzu, die sich in den nicht weniger charaktervollen Weißweinen aus Vermentinu markant abzeichnen, der sich auf Korsika als großer mediterraner Weißwein erweist. Die dritte Spezialität ist der Muscat, wobei jeder Winzer einer eigenen Philosophie folgt. Großes Talent besitzt der junge Nicolas Mariotti Bindi, der auf Domaine Leccia den Bioanbau leitet und selbst sehr originelle Weine vorstellt. Unter denen ist der zwei Jahre im Betonei ausgebaute weiße Pastoreccie 2011 Spitze. Am Abend dringe ich weiter in die Landschaft des Nebbio (Nebel) vor und genieße im Couvent Saint-Joseph herzliche Gastfreundschaft und ein unvergleichliches Öl aus vollreifen Oliven.
 
In Ponte Leccia, einem Knotenpunkt im Inselinnern, befindet man sich am nordwestlichen Tor zur markanten Castagniccia. Kastanien prägen diese bergige Region und die Speisekarte der Korsen, einschließlich deftigem Brot und ausgezeichneten Bieren. Im oberen Tal des Golo mit seinem fast kontinentalen Klima ist die Domaine Vico mit dem Clos Venturi das einzige Weingut und das höchste der Insel. Manu Venturi liegt der Clos vor der zackigen Gipfelkette des Popolasca am meisten am Herzen. Er hat ihn mit neun korsischen Sorten bepflanzt und pflegt ihn biodynamisch. Die Weine werden von Mineralität und Frische geprägt und altern bestens. Hervorragend der sechs Jahre alte weiße Clos Venturi aus Vermentinu. Er führt vor, welche Klasse die Sorte durch längere Flaschenreife gewinnt. 
Von Corte fahre ich durch das üppige Tal des Tavignano nach Aléria an der Ostküste. Von den Phokäern um 565 gegründet, begannen die Römer hier, ab 259 eine bedeutende Stadt zu errichten. Ab den 1960er Jahren wurde die Ostküste unter den Algerien-Franzosen, den piedsnoirs, mit Regierungshilfe das Eldorado des Massenweinanbaus. Die Rebfläche erreichte 1973 mit über 32 000 Hektar ihr höchstes Ausmaß, die chaptalisierten Weine das niedrigste Niveau. Heute ist die Gesamtfläche auf 7 000 Hektar geschrumpft, alle Strukturen setzen auf Qualität. An der Ostküste hat sich nur die U.I.V.B. Union des Vignerons de l’Ile de Beauté durchgesetzt, vor allem mit ihrer Marke La Réserve du Président, der einzigen, die im Ausland unter dem Obernamen Corsaire ein Verkaufsschlager ist.
 
In Lecci bei Porto-Vecchio treffe ich auf der Domaine de Torraccia einen alten Haudegen. Christian Imbert (86) aus einem Geschlecht von Kavallerie-Offizieren war der erste, der sich mit Mut gegen die Massenproduktion, aber für korsische Rebsorten aussprach und seine meeresnahen Weinberge hauptsächlich damit bestockte. Mit Oriu liefern er und Sohn Marc einige der besten Beispiele. Auf seine Weise setzt Yves Canarelli auf dem gleichnamigen Clos bei Figari diesen Kampf fort: mit alten Rebsorten wie Carcaghjolu Neru und Bianco Gentile, mit Ausbau in Amphoren und Fudern und biodynamischem Anbau. Auf letzteren schwört auch Christian Richarme auf der Domaine de Pero Longo vor Sartène. Neben Reben hält er Rinder, Schafe und Schweine und zieht Gemüse. Außerdem heißen seine Frau Marie-Louise und er Gäste auf ihrem Gut willkommen, wo man Le Lion de Roccapina, nach dem berühmten Felsen benannt, in Weiß und Rot am besten probiert.
 
Etwas oberhalb von Propriano und nicht weit vom prähistorischen Filitosa treffe ich mich mit Jean Charles Abbatucci im herrlich entspannten Restaurant seines Bruders Henri. Aus einer der ältesten und angesehensten Familien der Insel stammend, vereint er heute deren Geschichte mit seinen Weinen. Sie basieren auf 18 alten korsischen Rebsorten, die sein Vater vor 50 Jahren pflanzte. Inzwischen erweitert er deren Präsenz durch Aufpfropfen und intensiviert ihren mineralischen Charakter durch Biodynamie. Mit den raren und einmaligen drei Top-Cuvées vertritt er das Potenzial korsischer Weine international. Sein Beispiel inspiriert junge Winzer wie Gérard Courrèges, der die nahe Domaine Vaccelli mit der Anpflanzung verschiedener dieser alten Sorten neu strukturiert. Dabei erzeugt der Biowinzer vor allem mit seiner weißen und roten Cuvée Granit bereits Weine voll Spannung, Komplexität und Finesse, darunter den hinreißendsten Sciaccarellu, den ich probierte. Nach dieser Rundreise steht es fest: Auf Korsika hat eine neue Wein-Epoche begonnen, die den Besuch absolut lohnt. Vorausgesetzt, Sie vertragen Kurven.
 
André Dominé

 

Informationen

EMPFOHLENE WEINGÜTER

Domaine Comte Peraldi
Chemin du stiletto
(hinter der Mülldeponie)
20167 Mezzavia (Ajaccio)
Tel. : +33 4 95223730
www.domaineperaldi.com

Weintipp: AOP Ajaccio Cuvée Clos du Cardinal 2010
Reife Frucht, seidige Fülle, feine Würze, gutes Potenzial

Domaine d’Alzipratu 
20214 Zilia
(vor Zilia auf den letzten Terrassen)
Tel. : +33 4 95627547
www.domaine-alzipratu.com

Weintipp : AOP Corse Calvi Pumonte 2011
Intensiv Himbeer und Kirsche, saftig, Wildkräuter, lang

Domaine Maestracci
(weit hinter Santa-Reparata-di-Balagna)
20225 Feliceto
Tel. : +33 6 89854655
www.domaine-maestracci.com

Weintipp: AOP Corse Calvi E Prove 2010
Rote Früchte und Kompott, Leder, körnige Tannine

Domaine Leccia
Lieu dit Morta Piana
(von Saint-Florent aus Richtung Kathedrale, dann weiter)
20232 Poggio d’Oletta
Tel. : +33 4 95371135
Tel. : +33 6 11578236
www.domaine-leccia.com

Weintipp: AOP Patrimonio blanc 2012
Komplex, Anis, Kräuter, Jod, feine Salzigkeit, sehr lang

Domaine Nicolas Mariotti Bindi
c/o Domaine Lecchia 
Tel. : +33 6 12052459

Weintipp: AOP Patrimonio Porcellese Vieille Vigne 2010
Junges Kirsch, Lakritz, Leder, Maquis, anregende Tannine

Domaine E Croce - Yves Leccia Lieu dit Morta Piana
20232 Poggio d’Oletta
Tel. : +33 4 95307233
www.yves-leccia.com

Weintipp: AOP Patrimonio rouge 2011
Rubin, sehr kräuterig, dunkle Beeren, Pfeffer, Leder, elegant

Domaine Antoine Aréna Morta Majo
(direkt am Kreisverkehr unterhalb des Dorfes)
20253 Patrimonio
Tel. : +33 4 95370827
www.kermitlynch.com

Weintipp : AOP Patrimonio Les Hauts de Carco blanc 2012
Immortelle, Ginster, Zitrusfrucht, mineral, sehr ausgewogen

Domaine Vico und Clos Venturi Route de Calvi
20218 Ponte-Leccia
Tel. : +33 6 14806018
www.domainevico.com

Weintipp: AOP Corse Clos Venturi rouge 2011
Kirsche, Eukalyptus, saftig, feine Tannine, herrliche Frische

Cave Coopérative UVIB Union des Vignerons de l’Ile de Beauté
Padulone
(auf der Straße von Aléria zum Strand)
20270 Aléria
Tel. : +33 4 95570248
www.scauvib.fr 

Weintipp: Muscat I Muvrini IGP Ile de la Beauté 2012
Aromatisch, Rosenblüten, Clementinen, dezent süß, köstlich

Domaine de Torraccia
20137 Lecci
Tel. : +33 4 95714350
www.domaine-de-torraccia.com

Weintipp: AOP Corse Porto Vecchio Oriu 2009
Reife Pflaumen, Laub, balsamisch, verschmolzene Tannine

Clos Canarelli Tarabucetta
(im Dorf rechts Schild “Infirmière” bis ganz zum Ende des Wegs)
20114 Figari
Tel. : +33 4 95710755
(ausschließlich auf vorherige Anmeldung)

Weintipp: AOP Corse Figari Clos Canarelli rouge 2011
Tief, dicht, Oliven, dunkle Beeren, feine Struktur, ausgewogen

Domaine Pero Longo
Route de Bonifacio
20100 Sartène
Tel. : +33 4 95770711
Tel. : +33 6 71624410
www.perolongo.com

Weintipp: AOP Corse Sartène Le Lion de Roccapina 2012
Kirschton; Walderdbeeren, Himbeeren, saftig, köstliche Frische

Domaine Abbatucci Pont de Calzola
(Achtung: zwischen Sollacaro und Pila Canale oder vor Filitosa links, später erneut links)
20140 Casalabriva
Tel. : +33 6 09888785

Weintipp: Vin de France Général de la Révolution 2011
Intensiv, Feuerstein, Cedratzitrone, schwebend, einzigartig

Domaine de Vaccelli
A Cantina, Cognocoli Monticchi
(auf der Straße nach Porto Pollo)
20123 Pila Canale
Tel. : +33 6 09888785

Weintipp : AOP Ajaccio Granit rouge 2010
Dicht, Himbeer, Myrte, Pfeffer, saftig, seidige Fülle, sehr lang

 

Reisetipps

ANREISE

Per Flug (Korsika besitzt vier größere Flughäfen: Ajaccio, Bastia, Calvi und Figari):

Das ganze Jahr über mit Air France und HOP über Frankreich nach Ajaccio: von Hamburg, Bremen, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt(Main), Stuttgart, München und Nürnberg

Günstige Tarife zur Saison, unterschiedlich je Fluglinie, in der Regel von April bis September
ab Hamburg, Hannover, Berlin-Tegel, Dresden, Köln/Bonn, Frankfurt/Main, Stuttgart, München, Memmingen, Freiburg/Basel und Straßburg mit Lufthansa, Germanwings, Airberlin, Niki, Easyjet, Volotea, HOP

Per Fähre (Achtung sie sind in der Regel ausgebucht, deshalb zeitig im Voraus reservieren):

aus Südfrankreich mit Corsica Ferries oder SNCM von Toulon nach Ajaccio, L’Ile Rousse und Bastia; von Marseille nur Nachtfähren mit SNCM nach L’Ile Rousse, Bastia, Propriano, Ajaccio und Porto Vecchio ; von Nizza Express oder Shuttle-Fähren nach Calvi, L’Ile Rousse, Ajaccio und Bastia aus Norditalien mit Corsica Ferries oder Moby (Billiganbieter von Mitte Juni bis September) von Savona nach Calvi, L’Ile Rousse und Bastia sowie von Genua und Livorno (kürzeste Überfahrt) nach Bastia.

 

UNTERKÜNFTE

Best Western Ajaccio Amirauté
20 Boulevard Georges Pompidou
20090, Ajaccio, France
Tel. : +33 4 95551000

Leicht zu finden am Golf von Ajaccio vor dem Zentrum, schöne Zimmer, problemloses Parken.

Couvent Saint-Joseph
20246 Santo Pietro di Tenda
Tel. : +33 4 95377257
www.corse-vacances-tranquilles.com

Das alte Kloster kurz vor Santo Pietro links von Saint-Florent kommend, tiefer gelegen und nur über einen Sandweg zu erreichen, verfügt über zwei geräumige Ferienwohnungen, vor allem aber viel Platz drinnen und draußen, umgeben von ursprünglicher Natur. Hélène und Ivan Popoff sind vor allem aber Olivenbauern, die tausendjährige Bäume erneut kultivieren und daraus ein einmaliges Öl gewinnen, indem sie die Oliven überreif zwischen März und Juni ernten. Außerdem bestellt Ivan einen großen Garten, der bei gelegentlichen Essen im Klosterhof die Zutaten liefert. Eine Ludothek birgt alles, was Kinder lieben. Ein besonderer Ort für Menschen, die Natur und Ungezwungenheit lieben.

Domaine Pero Longo
Route de Bonifacio
20100 Sartène
Tel. : +33 4 95770711
www.perolongo.com

Biodynamisches Weingut mit angenehmen Gästezimmern in einer modernen Villa sowie im neuen Natursteinbau in den Weinbergen. Dort auch Ferienwohnungen. Außerdem Camping auf dem Bauernhof und zur Saison Restaurant mit Pizza und typisch korsischer Küche. Gesunde Produkte, oft aus eigener Erzeugung. Nette relaxte Atmosphäre.

Hotel Relais & Châteaux La Signoria
Route de la Forêt de Bonifato
20260 Calvi
Tel. : +33 4 95659300
www.hotel-la-signoria.com

In einem hübschen mediterranen Park nahe des Flughafens, doch ruhig gelegenes Luxushotel mit mehreren Häusern, bestens ausgestatteten Räumen mit eigener Terasse, exzellentem Service, jungem, gut bewandertem Sommelier, erstklassigen Produkten in der Küche, nette Bar. Teuer, aber ein Ort, um sich verwöhnen zu lassen. Dependance am Strand.

Ecolodge Ascosa
Lieu dit Baccario
Route de Calvi 
20 218 Ponte Leccia 
Tel. : +33 4 95476948
www.ascosa.net

Nah des Eingangs zum Tal von Asco, das in seinem oberen Teil von den höchsten Bergen der Insel begrenzt wird, und nah des südöstlichen Zugangs zur Castagniccia bildet diese Lodge einen guten Ausgangspunkt für Ausflüge. Der Bau in Hangar-Architektur bietet moderne, schlichte Räume mit eigener Terrasse zur ruhigen Hangseite, die nach B&B-Manier vermietet werden. Tagsüber Bewirtung im Café. Swimmingpool und Vermittlung zahlreicher Outdoor-Aktivitäten. 

 

RESTAURANTS
Achtung: In vielen einfacheren Restaurants werden keine Kreditkarten akzeptiert

Casa Musicale
20220 Pigna
Tel. : +33 4 95617731
www.casa-musicale.org

Im malerischen Dorf, hoch über der Bucht von Algajola, genießt man auf der Terrasse des Restaurants schöne Weitblicke und eine einfache, doch gute korsische Küche aus lokalen Produkten. Nett und unkompliziert. Dazu gehört ein Hotel mit neun Zimmern. Zur Saison wird abends bisweilen Musik gemacht. Ganzjährig geöffnet.

Belle Terre
Rond-point de Lecci
20137 Lecci
Tel. : +33 4 95270207
www.belleterre-corse.fr

Dort, wo der Weg zur Domaine de Torracia abzweigt, verwöhnen Nadia und Paul-François ihre Gäste. Ihre reichlichen Erfahrungen auf langen Wanderjahren fließen in Service und Küche ein. Neben den perfekt zubereiteten Klassikern – ausgezeichnete Marmite du pêcheur – gibt der Chef seinen Gerichten oft einen sehr persönlichen, nicht selten exotischen, immer gemeisterten Touch. Gute Weinempfehlungen, auch von unbekannten Winzern. Kleine versteckte Terrasse hinter dem Haus, eigener Parkplatz und vier – für Korsika – günstige Gästezimmer. Von Mitte Februar bis Mitte März geschlossen.

Restaurant Le Frère
Domaine Kiesale
Pont de Calzola
(zwischen Pila Canale und Sollacaro)
20140 Casalabriva
Tel. : +33 4 95243630 - 06 67577839
www.restaurantlefrere.com

Henri Abbatucci, Bruder von Winzer Jean-Charles, betreibt dieses versteckt gelegene Sommerrestaurant mit seiner Frau und serviert vor allem das ausgezeichnete Fleisch der alten korsischen Rasse des Tiger-Kalbs, das der dritte Bruder Jacques bei Porto Pollo züchtet. Am Schönsten sitzt man draußen auf der Terrasse mitten in der Natur. Dies ist natürlich der beste Ort, um die Weine der Domaine Comte Abbatucci zu probieren, die glasweise ausgeschenkt werden, auch die raren und wirklich einmaligen drei Cuvées Collection aus alten, oft vergessenen korsischen Sorten. Man kann auf dem Gut in Ferienhäusern unterkommen oder zelten. Von Mai bis Ende September. 

Le Bartavin Palazzo
20253 Patrimonio
Tel. : +33 4 95383794

Oben im Dorf Patrimonio schenkt man hier 30 korsische Weine glasweise aus, besonders gern die von Antoine Aréna, mit dem der Besitzer verwandt ist. Terrasse mit Blick auf die Weinberge. Fleisch vom Grill, korsische Gerichte und Pizza. An Sommerwochenenden abends oft korsische Musik. Sonntags geschlossen.

 

EINKAUFEN

Clos Venturi et Anne Marchetti
Route de Corte Taverna
20218 Piedrigriggio
Tel. : +33 4 95597321
Tel.: +33  6 13534532
www.anne-marchetti.com

Das alte Natursteinhaus kurz nach Ponte Leccia Richtung Corte haben Manu Venturi und seine Frau Anne Marchetti mit viel Stil renoviert. Während er dort die Weine der Domaine Vico und des Clos Venturi, der sich – jenseits der Bahnlinie – über dem Haus erhebt, anbietet, hat die junge Frau im ersten Stock ihr Atelier eingerichtet. Dort zaubert sie mit ihren Helferinnen die originellsten Makronen zumindest der Insel, vielleicht ganz Frankreichs : bislang gut 30 verschiedene Variationen. Für Weinfreunde besonders spannend die kleine Reihe mit Weinen ihrer Lieblingswinzer. So der Muscat Petit Grains von Antoine Aréna, Sciacarellu vom Clos Venturi, Vermentinu von Nicolas Mariotti und Nielluccio von Stéphanie Olmeta. Außerdem gibt es exzellente Kekse aus Kastanienmehl.

Le chemin de vignobles
16 Avenue Docteur Noël Franchini 
20090 Ajaccio
Tel. : +33 4 95514661

Nicolas Stromboni, unermüdlicher Botschafter vor allem korsischer Weine, verwandelte 2007 diese ehemalige Kellerei in DIE Weinfachhandlung von Ajaccio und der Insel überhaupt. Wenn Sie auf Ihrer Rundfahrt durch Korsika ein Weingut versäumt haben sollten, dass Sie interessierte, mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie hier dessen Weine finden. Und obendrein ausgezeichnete Ratschläge, was Weine betrifft, die Ihnen schmecken dürften oder die Sie unbedingt probieren sollten. Außerdem kann man Ihnen die Weine an Ihre Heimatadresse schicken und zur off-season zwischen September und Juni gibt es oft Abende, in denen sich das Fachgeschäft in eine Weinbar verwandelt. 

Domaine Mavela
U Licettu
20270 Aléria
Tel. : +33 4 95566315
www.domaine-mavela.com

Am Rande von Aléria Richtung Porte Vecchio ist Mavela die Hochburg der Spirituosen Korsikas, umgeben von der 600 Hektar großen Domaine de Casabianda, auf der eine Reihe der Früchte kultiviert werden. Ende der 1990er Jahre beschloss Jean-Claude Venturini sie zu veredeln und damit an der Bewegung des Reacquistu teilzunehmen, an der zugleich die besten Winzer Anteil hatten. Alle Eaux-de-vies sind von exzellenter Präzision, besonders originell sind aber Kastanie, Cedratzitrone und – mein Favorit – Myrte, die Frucht des Maquis. Die Liköre stehen in der Qualität nicht nach. Aus einem Joint-Venture mit der Brauerei Pietra, die Kastanienbiere erzeugt, entstanden die drei originellen Whiskies P&M. Außerdem verkauft die Boutique ein überzeugende Auswahl an Produkten von Bauern und handwerklichen Herstellern.

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