Chicken Korma mit Aubergine: Rezept & Weintipp

Gaumenkitzel
Ausgabe: 
01
2020
Montag, 4. November 2019 - 8:00

Gerade in den Wintermonaten ist Chicken Korma das perfekte Wohlfühl-Gericht: Aromatische Gewürze, leichte Schärfe, cremige Soße und saftig-zartes Hühnchen wärmen direkt von innen. 

Chicken Korma mit Aubergine; Foto: iStock.com/sugar0607

Für zwei bis drei Portionen

Zubereitungszeit: 45 Minuten
Garzeit: circa 30 Minuten
Einweichzeit: circa 25 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel

Zutaten:

Hauptzutaten
300 g Hähnchenbrustfilet
1 EL Zitronensaft
1 halbe bis 1 ganze Aubergine
80 g Chashewnüsse 
125 ml Kokosmilch
80 g Zwiebel, fein gewürfelt
10 g frischer Ingwer, gerieben
2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt oder gepresst
150 g Tomatenfruchtfleisch oder passierte Tomaten
125 g griechischer Joghurt

Gewürze
3 Kardamomkapseln
2 Nelken
1 Lorbeerblatt
3 Pfefferkörner
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Garam Masala
1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1/2 TL Kurkuma, gemahlen
1/2 TL Deggi Mirch (alternativ 1/2 TL Paprikapulver, wenn es milder sein soll)
1/4 TL Zimt, gemahlen
1 Prise Muskat, gemahlen

Sonstige Zutaten
1 bis 2 EL Ghee oder Öl
Korianderblätter, gehackt 
Zitronensaft
Salz
Cashewnüsse zum Garnieren

Zubereitung:

  1. Das Hühnchenbrustfilet trocken tupfen und in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden, diese in eine Schüssel geben und mit 1 EL Zitronensaft vermengen. Beiseite stellen und mit Frischhaltefolie abdecken.
  2. Die Aubergine waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben einsalzen und für etwa 15 bis 20 Minuten liegenlassen (dabei sollte Wasser aus der Aubergine austreten). Dann die Auberginenscheiben etwas ausdrücken und mit ein wenig Küchenpapier gründlich abtupfen. Mit etwas Öl bestreichen und im Ofen bei 180°C für circa 10 bis 15 Minuten rösten, bis sie gar sind. Die Auberginenscheiben aus dem Ofen nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  3. 40 g Cashewnüsse in einer Schüssel mit heißem Wasser übergießen, sodass sie vollständig bedeckt sind und einige Minuten ziehen lassen.
  4. Die Kardamomkapseln mit der flachen Seite eines Messers zerdrücken. 
  5. Die blanchierten Cashewnüsse mit der Hälfte der Kokosmilch pürieren und beides gemeinsam zu der restlichen Kokosmilch geben. 
  6. Ghee oder Öl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen und Nelken, Lorbeerblatt, Pfefferkörner und Kardamom solange darin rösten, bis sich der charakteristische Duft freisetzt. Die Gewürze dabei aber nicht anbrennen lassen!
  7. Die gewürfelten Zwiebeln hinzugeben und unter Rühren braten, bis diese goldgelb sind.
  8. Den geriebenen Ingwer und Knoblauch zufügen und kurz mitbraten.
  9. Die gemahlenen Gewürze (Garam Masala, Kreuzkümmel, Kurkuma, Deggi Mirch, Zimt, Muskat) und die Auberginenwürfel ebenfalls zugeben und unter Rühren kurz weiterbraten.
  10. Das in Würfel geschnittene Hühnchenbrustfilet mit den verbliebenen Cashews zufügen und unter Rühren etwa weitere drei Minuten anbraten. Das Tomatenfruchtfleisch hinzugeben und weitere drei Minuten köcheln lassen. Mit der Kokosmilch-Cashew-Mischung ablöschen und einmal aufkochen lassen. Die Hitze auf die niedrigste Stufe stellen und den griechischen Joghurt unterrühren; mit Salz und Zitronensaft abschmecken. 
  11. Die Pfanne mit einem Deckel abdecken und mindestens zehn Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Vor dem Servieren ein paar gehackte Korianderblätter unterrühren und mit Cashewnüssen bestreuen. Mit Reis oder Naan servieren.

 

Der Weintipp zu Chicken Korma von Lisa Bader

Foto: Lobenbergs Gute WeineDas erste, was einem bei indischer Küche in den Sinn kommt, ist sicher eine breite, kräftige Aromenvielfalt und Schärfe. Ein Chardonnay mit etwas üppigerem Holzausbau bietet dieser Schärfe sowie der schmelzigen Textur des Gerichts einen guten Gegensatz, drängt sich jedoch nicht in den Vordergrund, sondern lässt ein aromatisches Gleichgewicht zu. Im Duft zeigt sich der Ridge Estate Chardonnay intensiv würzig und kräutrig, geprägt von einer fast scharfen Ingwernote sowie einer Süße, die an Zimt und geröstete Mandeln erinnert – Aromen, die sich allesamt im Gericht widerspiegeln. Durch seine eher weiche Art und gezügelte Säure kann der Kalifornier mit der Konsistenz der Cashewnuss korrespondieren, wird aber auch der Säurestruktur des Gerichts gerecht. Mit viel Frische, die sich vor allem in seiner saftigen, breiten Säure sowie seiner ausgeprägten Zitrusaromatik im Abgang zeigt, hebt er die fruchtigen Noten hervor, insbesondere die der Tomate, was für ein lebendiges und verspieltes Gesamtbild dieses feinen Pairings sorgt.

 

Lisa Bader
ist Head Sommelière in Zürichs Luxushotel-Flaggschiff The Dolder Grand.

Bezugsquelle: www.gute-weine.de/usa

 

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