Gemeinsam stark

Freitag, 15. März 2019 - 14:00
Im Casino der Zeche Zollverein in Essen feierten die Freien Brauer ihr Jubiläum. Foto: Irma Korthals

In der Zeche Zollverein in Essen, der Heimat ihres Präsidenten Axel Stauder, feierten die Freien Brauer am Mittwoch mit ihren Gesellschaftern, Partnern und Vertretern der Getränkebranche ihr 50-jähriges Bestehen. In Podiumsdiskussionen zu den Themen Rohstoffe und Vermarktung und auch in den Grußworten des Präsidenten sowie des Deutschen Brauerbundes, vertreten durch Vizepräsident Michael Hollmann, wurde auf die Anfänge des Werteverbundes als Deutsche Brau-Kooperation in den 1960er-Jahren geschaut, wurden aktuelle Herausforderungen betrachtet, die Zukunft der Bierbranche und die Bedeutung einer Wertegemeinschaft beleuchtet. Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, widmete sich in seiner Festrede vor etwa 180 Gästen der Bedeutung von Familienunternehmen und Tradition in der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft.

In der Gesprächsrunde zum Thema Rohstoffe wurde klar, dass besonders die Wertschätzung für das Produkt und somit auch für die eingesetzten Rohstoffe die Zusammenarbeit prägt. Es sei eine Chance, dass die Wertanmutung des Produktes Bier bei den Verbrauchern steige. Max Spielmann, als einer der Vertreter der Freien Brauer auf dem Podium, machte klar, dass man die regionalen Strukturen für mehr Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette als Alleinstellungsmerkmal nutzen sollte, um so den Weg vom Korn ins Glas für den Verbraucher darzustellen. Er wies dabei vor allem auf die heutigen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung über das Smartphone hin und sah hier großes Potential für die Gesellschafter der Freien Brauer, sich zu positionieren. Heiner Müller vom Einkaufsring der Deutschen Getränkemärkte äußerte sich in der Diskussion zum Thema Vermarktung, dass die Freien Brauer mit ihrer Verpflichtung zu Regionalität, Umwelt und Tradition auf einer Erfolgswelle reiten könnten. Ralf Schlüter von der REWE Group machte indes deutlich, dass es besonders bei Vermarktung, Gebindegrößen und Packaging noch Optimierungsbedarf gebe.

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