Zustimmung für Co2-Flottengrenzwerte

Freitag, 14. Juni 2019 - 8:30
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Deutschland stimmt laut Bundesumweltministerium (BMU) für EU-weite CO2-Flottengrenzwerte für Lkw. Für den Getränkebranche aus Handel und Industrie kommen somit in abesehbarer Zeit Investitionen in neue Lkw-Flotten in Millionenhöhe zu.

Demnach müsse nach Angaben des BMU der Kohlendioxid-Ausstoß schwerer Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent fallen. Im April seien bereits neue Flottengrenzwerte für Autos und leichte Nutzfahrzeuge beschlossen worden.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Mit dieser wichtigen Verordnung haben wir nun auch in Europa verbindliche CO2-Vorgaben für Lkw. Diese gibt es bereits seit Jahren in USA, China und Japan. Knapp ein Viertel der gesamten CO2-Emissionen im Verkehr stammen von Lkws, Tendenz steigend. Jetzt lässt sich der Anstieg der klimaschädlichen Emissionen endlich bremsen.“

Kohlendioxid-Ausstoß soll in zwei Schritten sinken

Der Kraftstoffverbrauch eines Lkw gilt in der Logistikbranche als wichtiges Wirtschaftlichkeitskriterium. Dennoch sei der Kraftstoffverbrauch neuer Lkw nach Angaben des BMU in den letzten 10 Jahren kaum zurück gegangen. Gleichzeitig habe der Straßengüterverkehr stark zugenommen – und damit auch der gesamte CO2-Ausstoß des Verkehrs. Laut der neuen EU-Verordnung müsse der mittlere Kohlendioxid-Ausstoß pro Kilometer bei neuen Lkws nun in zwei Schritten sinken: ab 2025 um 15 Prozent und ab 2030 um 30 Prozent, jeweils gegenüber 2019.

Fahrzeug-Hersteller, die besonders laut BMU viele Null- und Niedrigemissionsfahrzeuge anbieten, könnten ihren vorgeschriebenen Zielwert um bis zu 3 Prozent verringern. Durch diesen Bonus würden voraussichtlich vor allem Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge gefördert.

Die Verordnung solle zudem auf kleinere Lkw, Busse, sowie Lkw-Anhänger und Sattelauflieger erweitert werden, sobald geeignete Verfahren zur Berechnung der CO2-Emissionen dieser Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Im Jahr 2022 solle die Europäische Kommission die Verordnung überprüfen und Vorschläge über Änderungen und Erweiterungen machen, meldet das BMU. Die Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung von CO2-Emissionsnormen für neue schwere Nutzfahrzeuge VO trete am 20. Tag nach Veröffentlichung in einer offizieller EU-Mitteilung in Kraft.

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