Weniger Übernachtungen in Hotels

Dienstag, 10. November 2020 - 10:30
Corona
Gastronomie
Beherbungsverbote und nun auch noch der zweite Lockdown wirken sich ebenso existenzbedrohend auf die deutsche Hotellerie aus. (Foto: Pixabay)

Auch im September 2020 hat sich die Corona-Krise auf den Tourismus in Deutschland ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gab es im September 2020 nach vorläufigen Ergebnissen 41,2 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Das waren 13,7 Prozent weniger als im September 2019.

Bei den Gästen aus dem Ausland registrierten die heimischen Beherbergungsbetriebe im September laut Destatis 3,4 Millionen Übernachtungen. Dies entspreche einem Rückgang von 57,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit 37,8 Millionen Übernachtungen sei die Entwicklung bei den inländischen Gästen zwar weniger rückläufig gewesen, dennoch sanken die Übernachtungszahlen um 4,7 Prozent im Vergleich zum September 2019, haben die Statistiker aus Wiesbaden festegestellt. 

Von Januar bis September 2020 konnten die Beherbergungsbetriebe nach Angaben von Destatis insgesamt 253,4 Millionen Übernachtungen verbuchen. Das seien 34,5 Prozent weniger gewesen als im Vorjahreszeitraum. Nur 225,0 Millionen Übernachtungen inländischer Gäste seien in diesem Zeitraum verzeichnet (-29,0 Prozent) worden. Noch deutlicher sei der Einbruch bei den ausländischen Gästen gewesen: 28,4 Millionen Übernachtungen bedeuteten hier ein Minus von 59,3 Prozent. 

Gastgewerbe hat laut Dehoga Umfrage große Existenzangst

Wie aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hervorgeht, verzeichnen Hotels und Restaurants in Folge der Coronakrise nie dagwesene Umsatzeinbrüche. 71,3 Prozent der gastgewerblichen Betriebe sähen sich aktuell in ihrer Existenz gefährdet, beschreibt die Dehoga die momentane Situation. Das geht aus einer Umfrage des Verbandes hervor. Nach den vorliegenden Ergebnissen drohe jedem sechsten Betrieb (17,5 Prozent) bereits ab November die Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit. „Unsere Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Jeder Tag zählt. Die Novemberhilfen müssen jetzt kommen  – und zwar schnell und unbürokratisch“, sagt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick. //pip

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