wafg schafft Fakten zu Getränkeverpackungen

Dienstag, 3. September 2019 - 15:45
Alkoholfrei
Verbände
Die wafg stellt klar: Getränkeverpackungen bei Erfrischungsgetränken und Wässern sind besser als ihr Ruf. (Foto: Pixabay)

Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) stellt klar, dass die Getränkeverpackungen bei Erfrischungsgetränken und Wässern ein Vorbild der Kreislaufwirtschaft sind und beruft sich dabei auf Erhebungen der GfK.

Nach Daten des GfK Consumer Panel FMCG (Fast Moving Consumer Goods) ist der Einweg- und Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen bei alkoholfreien Getränken im Haushaltskonsum 2018 stabil geblieben. Die wafg nimmt diese Veröffentlichung zum Anlass, maßgebliche Fakten mit Blick auf die in der Branche genutzten Getränkeverpackungen klarzustellen.

Aktuell gewinnt in Deutschland bei alkoholfreien Getränken im Haushaltsverbrauch der Mehrweganteil wieder leicht, so die Daten der GfK. Von 23 Prozent im Jahr 2017 stieg der Anteil im vergangenen Jahr auf 23,1 Prozent. Der Einweganteil dagegen ist leicht rückläufig. 2017 lag er noch bei 77 Prozent, 2018 sank er auf 76,9 Prozent.

Nach den Erhebungen der GfK gewinnen aktuell Glas-Mehrwegflaschen, deren Anteil sich von 10,4 Prozent (2017) auf 10,5 Prozent (2018) erhöhte, teilt die Wirtschaftsvereinigung mit. PET-Mehrwegflaschen gehen dagegen leicht zurück (2017: 12,7 Prozent vs. 2018: 12,6 Prozent). Bei Einweg liegt PET mit 71,6 Prozent (2017: 71,5 Prozent) vorne.

Karton und Standbodenpackungen/Beutel zeigten sich 2018 laut GfK-Zahlen rückläufig. Ihr Anteil beläuft sich 2018 auf 4,2 Prozent (2017: 4,5 Prozent). Die Dose konnte dagegen zulegen und erhöhte ihren Anteil von 0,9 Prozent (2017) auf 1,0 Prozent (2018). Das am meisten gekaufte Gebinde bei alkoholfreien Getränken im Haushaltsverbrauch sind weiterhin die 1,5-Liter-PET-Einwegflaschen, deren Anteil 2018 bei 48,2 Prozent lag und damit aber auch leicht rückläufig ist (2017: 48,6 Prozent).

Verpackungsstrukturen 2018 (Quelle: wafg/GfK)

Die Getränkebranche ist Vorreiter für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft

Die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke ist der Ansicht, dass einige Tatsachen klargestellt werden müssen, da in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion über Getränkeverpackungen immer wieder unzutreffende Aussagen getroffen werden und die Fakten zum Teil aus dem Blick geraten. Daher hält die wafg fest: „Unsere Branche ist bei Getränkeverpackungen Vorreiter für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft – und zwar mit geschlossenen Kreisläufen gleichermaßen bei bepfandeten Mehrweg- und Einweg-Getränkeverpackungen.“

Folgende Punkte listet die wafg auf, die für einen geschlossenen Kreislauf bei Getränkeverpackungen sprechen:

  1. Genutzte (Einweg-)Getränkeverpackungen sind schon lange kein „Abfall“ mehr. Vielmehr handelt es sich um wichtige und gesuchte Rohstoffe für die stoffliche Wiederverwertung – der Rezyklateinsatz bei vielen Unternehmen steigt kontinuierlich und erheblich. Es ist unser Interesse, die Effizienz dieser geschlossenen Material-Kreisläufe noch weiter zu steigern.
  2. In Deutschland gibt es seit vielen Jahren funktionierende Pfand- und Sammelsysteme mit sehr hohen Rücklaufquoten. Daher spielen in Deutschland vertriebene Getränkeverpackungen für die Verschmutzung der Meere („Marine Litter“) keine relevante Rolle.
  3. Umfassende Ökobilanzen verdeutlichen, dass die (ökologische) Bewertung von Getränkeverpackungen von verschiedenen Faktoren abhängt (wie Umlaufzahlen, Gewicht, Rezyklateinsatz, Transport und Rückgabeverhalten der Verbraucher).
  4. Auch Vorschläge zum Klimaschutz bedürfen daher sachlicher Grundlagen statt einfacher und simplifizierender Aussagen zur CO2-Bilanz von Getränkeverpackungen.

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