Wachstum nur bei den Kernmarken

Mittwoch, 9. Mai 2018 - 14:15
Hersteller
Alkoholfrei
Die Marke Rheinfels Quelle hat sich als bewährter Wachstumtreiber für die Getränkegruppe Hövelmann erwiesen (Foto: Hövelmann).

Mit einem mengenmäßigen Minus von 1,4 Prozent hat die Getränkegruppe Hövelmann das Geschäftsjahr 2017 beendet. Das geht aus dem nun veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Demnach hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 686,4 Mio. Liter alkoholfreie Getränke abgefüllt (2016: 696,3 Mio. Liter). Die Zahl der abgefüllten Flaschen ist mit 746 Mio. (2016: 748 Mio.) jedoch nahezu konstant geblieben. Laut Unternehmen kam der Absatzverlust durch das teilweise durchwachsene Wetter im vergangenen Jahr zustande.

Gleichwohl haben die A-Marken – Rheinfels Quelle, Römerwall, Burgwallbronn, Mercartor, Felsensteiner, Ardey und Rheinperle in NRW und Staatl. Fachingen, Aquintéll sowie Sinalco national – ein Absatzplus von 0,5 Prozent erzielt. Ein Minus von drei Prozent verzeichneten dagegen die B- und C-Marken. Als absatzstärkste Marke der Getränkegruppe hat sich erneut Rheinfels Quelle erwiesen – sie legte um 5,7 Prozent zu. Als herausragender Wachstumsmotor mit seinem Plus von 50 Prozent zeigte sich die Rheinfels Quelle Individualflasche. Ebenfalls zweistellig sind die Einweggebinde gewachsen. Insbesondere die neuen Wasser-plus-Konzepte Rheinfels Quelle Gartenfrüchte in der 0,75 Liter-Einwegflasche hätten hier zum Absatzwachstum beigetragen.

Staatl. Fachingen setzte 2017 seine erfolgreiche Entwicklung mit einem Absatzplus von drei Prozent fort. Das Heilwasser Staatl. Fachingen Still verzeichnete, entgegen dem aktuellen Markttrend, ein Wachstum von zwei Prozent und baute damit die Marktführerschaft im deutschen Heilwassermarkt aus. Staatl. Fachingen Medium als Premium-Mineralwasser wuchs mit plus 5 Prozent ebenfalls überproportional zum Gesamtmarkt Mineralwasser.

Und auch Sinalco knüpfte mit einer Absatzsteigerung von drei Prozent an den Aufwärtstrend des Vorjahres an. Gerade die 0,5 Liter PET-Mehrwegflaschen seien vor allem im Außer-Haus-Markt stark nachgefragt worden, teilt das Unternehmen mit. Ihr Absatz hat sich mehr als verdoppelt. Die Sinalco-Einweggebinde legten um insgesamt 44 Prozent zu.

Entsprechend der zwiegespaltenen Marken-Entwicklung fiel auch das Fazit von Geschäftsführer Heino Hövelmann aus: „Mit dem Gesamtabsatz können wir nicht zufrieden sein. Andererseits hat sich die intensive Aufmerksamkeit, die wir auf Rheinfels Quelle, Sinalco und Staatl. Fachingen richten, ausgezahlt. Sowohl die Stammsortimente als auch Produkteinführungen in neuen Flaschen wurden von den Verbrauchern gut angenommen.“ Optimistisch blickt der Geschäftsführer auf das laufende Jahr: „Wir sind gut gestartet und bringen wieder eine ganze Reihe von trendgerechten Neueinführungen, die Zusatzabsatz generieren werden.“ Demnach lag der Gesamtabsatz des Unternehmens in den ersten vier Monaten des Jahres um drei Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

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