Umweltministerium will Trinkwasser-Quartiere fördern

Donnerstag, 2. Mai 2019 - 12:45
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Das Klimaschutzprojekt wird vom Berliner a tip: tap e.V. in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen Trinkwasserversorgern umgesetzt und vom Bundesumweltministerium aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. (Foto: Pixabay)

Das vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderte Pilotvorhaben „Leitungswasserfreundlicher Mariannenkiez“ in Berlin soll eigenen Angaben zufolge in den kommenden drei Jahren auf zwölf weitere Standorte in Deutschland ausgeweitet werden. Der Berliner Verein a tip: tap e.V. will gemeinsam mit öffentlichen Wasserversorgern Brunnen aufstellen und Informationen rund ums Trinkwasser anbieten. Dadurch sollen Getränkeverpackungen vermieden und klimaschädliche Treibhausgase eingespart werden. Mit dem Projekt „Wasserwende – Trinkwasser ist Klimaschutz“ werde der 5-Punkte-Plan des Bundesumweltministeriums für weniger Plastik und mehr Recycling unterstützt, heißt es. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit 1,3 Millionen Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze erklärt: „Wer Leitungswasser trinkt, spart Geld, Energie und unnötige Verpackungen. Ich freue mich, dass das erfolgreiche Pilotprojekt in den kommenden drei Jahren deutschlandweit ausgebaut und Trinkwasser als gesunde und klimafreundliche Alternative zu verpackten Getränken beworben wird.“

Das Projekt „Wasserwende – Trinkwasser ist Klimaschutz“ stelle Informationen zum Trinkwasser bereit, schaffe öffentlich sichtbare Wasser-Trink-Orte, entwickelt Bildungsangebote für Kitas und führt Umstiegsberatungen für Trinkwasser in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen durch. Mit der verstärkten Nutzung öffentlichen Trinkwassers sollen Verpackungsabfälle im Getränkebereich reduziert, die Verfügbarkeit von Trinkwasser im öffentlichen Raum verbessert und gleichzeitig Haushalte mit geringem Einkommen entlastet werden, kündigt das BMU an. Das Projekt werde Angaben zufolge als Teil mehrerer Aktionen im Rahmen UN-Wasserdekade 2018 bis 2028 durchgeführt.

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