Umwelthilfe wirft Schulze Versagen vor

Mittwoch, 16. Oktober 2019 - 9:15
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Einwegflaschen sind laut Deutscher Umwelthilfe das dominierende Packmittel bei Getränken und haben einen Gesamtanteil von 52 Prozent. (Foto: DUH)

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stellt Bundesumweltministerin Svenja Schulze an den Pranger. Grund ist, dass auch der zweite "Runde Tisch zur Vermeidung von Verpackungsmüll" aus Sicht der DUH "ohne Ergebnisse" geblieben ist.

Die Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz, äußerte sich wie folgt: „Der zweite Runde Tisch zur Abfallvermeidung ist ohne Ergebnisse geblieben. Konkrete Ziele, Strategien und Maßnahmen, um das Plastikmüllproblem in den Griff zu bekommen, gibt es nicht. Umweltministerin Schulze steht mehr als ein halbes Jahr nach dem ersten Runden Tisch im Februar noch immer mit leeren Händen da. Das zeigt bereits jetzt, dass ihr Ansatz einer freiwilligen Selbstverpflichtung gescheitert ist.“

Wirklich notwendig seien ambitionierte gesetzliche Regelungen, die viel wirksamer seien, als es freiwillige Selbstverpflichtungen je sein könnten, fordert Metz. Nur durch ein Vermeidungsziel zur Halbierung der Verpackungsabfälle bis 2030, eine konsequente Umsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen von 70 Prozent und eine deutliche Erhöhung der Lizenzentgelte könne eine Trendwende hin zu weniger Plastik erreicht werden ist die stellvertretende DUH-Geschäftsführerin überzeugt. "Außerdem müssen verbindliche Standards zur Recyclingfähigkeit und zum Einsatz von Rezyklaten festgelegt werden“, so Metz weiter. //pip

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