Oktoberfest ist keine Marke

Samstag, 21. September 2019 - 11:15
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Ausgezapft is': Die Stadt München konnte die Marke "Oktoberfest" bei der Europäischen Union rechtlich nicht schützen lassen. (Foto: Pixabay)

Schlechte Kunde zum Auftakt des Oktoberfestes: Die Stadt München ist mit ihrem Versuch, die Marke Oktoberfest beim EU-Amt für geistiges Eigentum (EUIPO) schützen zu lassen, gescheitert. Wie das manager magazin berichtet, haben die EUIPO-Prüfer den Antrag in erster Instanz abgelehnt. Nun wolle die Stadt vor die nächste Instanz ziehen.

Der für das Volksfest zuständige Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner will sich laut Manager Magazin zu dem laufenden Rechtsstreit nicht äußern. Ihm sei es wichtig, dass niemand den Ruf des Oktoberfestes schädigen oder unkontrolliert mit dem Image verdienen könne. "Nur wir dürfen definieren, was Oktoberfest ist!" zitiert das Wirtschaftsmagazin den Wiesn-Chef.

Dass die Stadt München von der Geldmaschine, der Wiesn, am meisten profitieren will, liegt auf der Hand. Nach Angaben des Handelsverband Deutschland (HDE) werde unter dem Motto "Oktoberfest" in diesem Jahr bei den Einzelhändlern in Deutschland mit zusätzlichen Einnahmen von 320 Millionen Euro gerechnet. Das zeigt eine vom Handelsverband Deutschland (HDE) in Auftrag gegebene Umfrage. Darin heißt, dass rund vier Prozent der Befragten demnach  planen, in den Geschäften des stationären Handels oder im Internet gezielt Ausgaben zum Oktoberfest zu tätigen. Über ein Viertel davon investiere jedes Jahr in die fünfte Jahreszeit, ein knappes Drittel kaufe 2019 erstmals zu diesem Anlass ein. 

Mit 320 Millionen Euro Umsatz sei das Oktoberfest ein wichtiger Impuls für den gesamten Einzelhandel. Die Verbraucher decken sich dabei nicht nur für das Original-Oktoberfest in München mit entsprechender Ware ein, sondern viele kaufen auch für Motto-Partys und andere Feste im Lebensmittel- sowie Getränkeeinzelhandel ein.

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