Nestlé baut Kaffeegeschäft aus

Montag, 22. Oktober 2018 - 9:30
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Marc-Aurel Boersch (li.) folgt ab Januar 2019 auf Béatrice Guillaume-Grabisch. (Foto: nestle.de)

Der Schweizer Konzern Nestlé (u.a. Nespresso, Nescafé, S.Pellegrino) bekommt einen neuen Deutschland-Chef. Zudem wächst das Unternehmen weiter.

Marc-Aurel Boersch (50), gegenwärtig Marktchef des niederländischen Nestlé-Marktes und seit 2003 im Unternehmen, übernimmt zum 1. Januar 2019 den Vorstandsvorsitz der Nestlé Deutschland AG. Er folgt damit auf Béatrice Guillaume-Grabisch (54), die nach dreieinhalb Jahren in dieser Position in das Führungsgremium aufsteigt und globale Personalchefin am Schweizer Headquarter wird.

Guillaume-Grabisch ist seit 2015 Deutschland-Chefin und hatte zuvor die Region Deutschland und Südeuropa verantwortet. Im Nestlé-Vorstand folgt sie auf Personalchef Chris Johnson. Er löst zum Jahreswechsel wiederum Wan Ling Martello ab, Leiterin der Region Asien, Ozeanien und Subsahara Afrika.

Konzern wächst - und forciert Kaffeegeschäft

Nestlé hat darüber hinaus Geschäftszahlen bekanntgegeben. Das um Sondereffekte bereinigte organische Wachstum des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns lag bei 2,8 Prozent. Vor Jahresfrist waren es noch 2,6 Prozent gewesen.

Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) mache sich der Firmenumbau von CEO Mark Schneider bezahlt: Das wachsende Geschäft mit Gesundheitsprodukten und Kaffee habe er ausgebaut – wenig versprechende Bereiche stieß er im Gegenzug ab.

In absoluten Zahlen stieg der Umsatz um zwei Prozent auf 66,4 Milliarden Franken. Das deutlichste Plus erzielte Nestle in der Region Asien mit dem wichtigen Markt China: Dort waren vor allem Säuglingsnahrung und Kaffee des Schweizer Konzerns gefragt. Im laufenden Jahr strebt Schneider unverändert ein organisches Wachstum von rund drei Prozent an. Bis 2020 will er wieder alte Wachstumsraten von rund fünf Prozent erreichen.

Den Wachstumstreiber Kaffee mit Marken wie Nescafe und Nespresso baut Nestle laut FAZ hingegen aus – zuletzt etwa mit der Übernahme des Einzelhandelsgeschäfts von Starbucks. Auch von anderen Geschäftsfeldern wie Tiernahrung, Wasser und Babynahrung erhoffe sich Schneider künftig Wachstum.

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