Mineralwasser darf Bio heißen

Mittwoch, 30. November 2011 - 12:00

Neumarkter Lammsbräu darf sein Produkt "Biokristall" als Bio-Mineralwasser bezeichnen. Das hat nun das Oberlandesgericht Nürnberg entschieden.

Damit wurde eine entsprechende Klage in zweiter Instanz gegen das Biomineralwasser Biokristall in wesentlichen Teilen zurückgewiesen, informiert der Hersteller Neumarkter Lammsbräu. Der dritte Zivilsenat des Oberlandesgerichts Nürnberg-Fürth teilte die Ansicht von Lammsbräu, dass eine Unterscheidung zwischen Mineralwasser und Biomineralwasser zulässig und im Interesse des Verbrauchers sei. Zugleich gab das Gericht vor, das bislang verwendete Biomineralwasser-Siegel so zu modifizieren, dass eine Verwechslung mit dem offiziellen EU-Biosiegel für den Verbraucher ausgeschlossen sei.
Für den Hersteller Neumarkter Lammsbräu schafft das Urteil in Deutschland einen juristischen Durchbruch, um Mineralwässer, die die besonderen und präzise definierten Kriterien der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser erfüllten, auch als solche zu vermarkten.
"Wir begrüßen das Urteil sehr, denn es ist in erster Linie ein Gewinn für den Verbraucher", so Lammsbräu-Geschäftsführerin Susanne Horn. "Dieses Urteil schafft für uns Klarheit und für den Verbraucher Transparenz zur Beurteilung von Mineralwasser-Qualität", so die Lammsbräu-Chefin weiter.
Auslöser für die juristische Klärung war eine Klage der Wettbewerbszentrale, die ein Verbot der Bezeichnung "Biomineralwasser" durchsetzen wollte. Das Landgericht Nürnberg hatte im Januar dieses Jahres in erster Instanz der Klage stattgegeben.

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