Mineralbrunnen: 2019 wird eine Herausforderung

Montag, 11. Februar 2019 - 16:15
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Die Mineralbrunnen äußern sich zu den Herausforderungen des nahenden Sommers. (Foto: arttim - Fotolia.com)

Das vergangene Jahr war geprägt von heißen Temperaturen, Leergutknappheit und Lieferschwierigkeiten. Dennoch profitierten die Mineralbrunnen vom Supersommer und konnten ein Absatzplus von 5,1 Prozent erreichen (vorläufige Daten des VDM).

Wir haben uns gefragt, wie die Brunnen es in diesem Jahr angehen, welche Herausforderungen sie für 2019 definieren und inwiefern sie sich auf den bevorstehenden Sommer vorbereiten. Außerdem wollte die GETRÄNKE ZEITUNG wissen, was die Hersteller dem Handel schon immer mal sagen wollten.

Die Vorbereitungen laufen

Wie Joachim Schwarz, kaufmännischer Geschäftsführer bei Gerolsteiner, berichtet, sind die Vorbereitungen für diesen Sommer bereits in vollem Gange. Schon 2018 wurde der Bau einer neuen Abfüllanlage für Glas-Mehrweg abgeschlossen und mit dem Bau einer neuen Anlage für Einweg-Gebinde sowie einer neuen Lagerhalle begonnen. „Wir arbeiten zudem kontinuierlich daran, die eigenen Logistikprozesse effektiver zu gestalten, um stabilere und kürzere Durchlaufzeiten bei uns im Werk zu erreichen“, ergänzt Schwarz.

Auch Guido Grebe, Managing Director bei Christinen Brunnen, sieht sich „bereits jetzt gut vorbereitet für den kommenden Sommer. Nachdem wir in jüngster Vergangenheit noch erhebliche Investitionen in unsere Technik getätigt haben, werden wir im April dieses Jahres unser neues Hochregallager zur Sicherstellung unserer Lieferfähigkeit in Betrieb nehmen.“

Den Herausforderungen positiv begegnen

Dennoch stehen die Mineralbrunnen noch vor einigen Herausforderungen in diesem Jahr. So zeichnet sich Jürgen Bühler, Marketingleiter bei Rhönsprudel, sicher, dass die sehr positive Entwicklung die Mineralbrunnen und den Handel auch vor die Herausforderung stellt, „die wachsenden Verbraucheransprüche hinsichtlich Gebinde- und Sortimentsvielfalt entsprechend zu bedienen“. Daher blicke Bühler dem Jahr „sehr gespannt und positiv entgegen“ und ist überzeugt, die Rhönsprudel-Marken „mit den geplanten Neueinführungen, PoS-Aktivitäten und Kommunikationskampagnen sowie unserer hohen Produktqualität am Markt weiter voranzubringen“. Zudem freue sich der Brunnen auf einen „tollen Sommer, ausreichende Transportkapazitäten und eine gute Leergutverfügbarkeit“.

Denise Kaufmann, Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb bei Alwa, sieht vor allem in der Frachtraumknappheit, dem Fahrermangel und dem Wandel des Arbeitsmarktes die größten Herausforderungen und betont: „Die Optimierung der Supply Chain in allen Bereichen, besseres Zeitmanagement und höhere Verladekapazitäten bei der Industrie, weniger Liefertage und höhere Stoppmengen beim Handel sowie eine Optimierung der Sortimente sind notwendig.“

Michael Bartholl, Vorsitzender der Zentralgeschäftsführung der Franken Brunnen Gruppe, benennt ebenfalls die Versorgungssicherheit und den Frachtraum als die größten Herausforderungen für den Sommer 2019. „Diesen Herausforderungen werden wir uns auch in diesem Jahr stellen und gemeinsam mit unseren Partnern tragfähige Lösungen entwickelt“, ist Bartholl optimistisch.

Coca-Cola gibt neben den Schwierigkeiten, die ein weiterer langer und heißer Sommer mit sich bringen könnte, zu bedenken, dass neben dem eigenen Unternehmen auch „viele weitere Unternehmen in den wachsenden deutschen Wassermarkt“ investieren, was zu einer großen Anzahl an Konkurrenzprodukten führe und Verbraucher vor eine außergewöhnlich große Auswahl stellt.

Was die Industrie dem Handel sagen möchte

Nach dem vergangenen Sommer kommt es in diesem Jahr vor allem darauf an, dass Industrie und Handel partnerschaftlich zusammenarbeiten und sich nicht gegenseitig im Wege stehen. Wir haben die Mineralbrunnen daher gefragt, was sie den Händlern schon immer mal sagen wollten.

Alwa: „Wir bedanken uns für die kooperative Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir sind überzeugt, nur gemeinsam können wir die logistischen Herausforderungen lösen – zur Zufriedenheit des Handels und der Verbraucher.“

Christinen Brunnen: „Helfen Sie den Brunnen-Betrieben engagiert dabei, Mineralwasser durch gezielte Verbraucher- und Produktinformation in allen hitzig geführten Umweltdebatten positiv zu unterstützen.“

Franken Brunnen: „Ein herzliches Dankeschön für das wieder erlangte Vertrauen in unsere Marken- und Sortimentspolitik und die breite Unterstützung unserer Partner in GFGH, Gastronomie und Handel.“

Gerolsteiner: „In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan, was die attraktive Präsentation des Mineralwasser- und AfG-Angebots am PoS angeht. Trotzdem bleibt da aus unserer Sicht noch Gestaltungsraum, auch zum Beispiel durch professionelles Category Management und Verkostungsangebote.“

Noch mehr zum Thema Wasserwelt, den Trends und wichtigen Themen für 2019 lesen Sie in unserer kommenden Ausgabe der GETRÄNKE ZEITUNG, die am Donnerstag, den 14. Februar, erscheint.

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