KHS engagiert sich für digitalen Wandel

Donnerstag, 15. August 2019 - 14:00
Technologie
Der Glasfüller Innofill Glass DRS. (Foto: KHS-Gruppe)

Der Dortmunder Maschinen- und Anlagenbrauer KHS möchte mit verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die sich mit Themen wie digitale Vernetzung und Linienoptimierung befassen, dazu beitragen, den digitalen Wandel in der Getränkeindustrie zu erleichtern.

Um den Fortschritt voranzutreiben, kooperiert und vernetzt sich das Unternehmen mit externen Forschungsinstituten und Universitäten. Aktuell unterstützt KHS ein Projekt zu 3D-Druck von Wissenschaftlern der TU Dortmund, Ruhr-Universität Bochum sowie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik. Mittels 3D-Druck können Bauteilstrukturen gefertigt werden, die konventionell nicht produziert werden können. Zudem können Ersatzteile zügiger geliefert werden, da sie schneller hergestellt werden können.

Ein kürzlich erfolgreich abgeschlossenes weiteres Forschungsprojekt trägt den Namen DnSPro: ein Füllsystem, das mit Sensoren und einer intelligenten Steuerung ausgestattet ist. „Die Ergebnisse aus diesem Projekt können Grundlage für zukünftige Füllmaschinen sein, bei denen sich die Maschine selbst auf ein neues Produkt optimal einstellen kann, indem die automatisierte Variation von Füllparametern manuelle Einstellprozesse ersetzt“, erklärt Dr.-Ing. Matthias Schopp, Head of Engineering Systems bei KHS. Entstanden ist die Arbeit aus der Kooperation von fünf Industrieunternehmen gemeinsam mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Ruhr-Universität Bonn.

Weitere Impulse erhofft sich das Unternehmen vom Projekt EnAP, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird. Hierbei sollen Konzepte erarbeitet werden, durch die Energie eingespart und Anlagen optimiert werden sollen, die in pneumatisch und elektrisch betriebenen Handhabungssystemen zum Einsatz kommen. So sollen Energie und Ressourcen geschont sowie Gesamtbetriebskosten geringgehalten werden. Im Rahmen von SyProAssist erforscht KHS derzeit ebenso die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Entwickelt werden soll ein Assistenzsystem für die Produktion, das Mitarbeiter bei der Bedienung von Anlagen unterstützt.

Eine digitale Technologie, die bereits im Einsatz ist, ist der Glasfüller Innofill Glass DRS. Dieser ist etwa mit einer kamerageführten Regelung der Hochdruckeinspritzung ausgestattet, die den Restsauerstoff aus der gefüllten Flasche verdrängt. Das neu entwickelte Assistenzsystem DIAS kann mittels Sensoren den Füllprozess überwachen und visuell darstellen. So können etwa beschädigte Flaschen erkannt und ausgeschleust werden.

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