Kastner expandiert

Montag, 18. Mai 2020 - 12:45
Getränkehandel
Bis Ende 2023 will Hans-Peter Kastner bundesweit bis zu zehn Filialen eröffnen, die ohne Einweggebinde sortiert sind. (Foto: Fritz Kola)

Der Stuttgarter  Getränkehändler Hans-Peter Kastner will bis Ende 2023 bundesweit bis zu zehn Getränkemärkte eröffnen, die vom Sortiment her allesamt ohne Einweggebinde geführt werden sollen - mit Ausnahme des Wein- und Spirituosensortimentes.

Weitere Voraussetzung ist, dass jede Filiale innerhalb des Sortimentes nur einen nationalen Getränkeanteil von 10 Prozent haben darf. Wobei der regionale Anteil vor Ort bis zu 70 Prozent betragen soll  und 20 Prozent der Getränke aus dem benachbarten Bundesland stammen sollen. „Wir führen derzeit 70 Prozent der Getränke aus Baden-Württemberg, 20 Prozent kommen aus Bayern und 10 Prozent sind nationale Listungen in unserer Stammfiliale in Stuttgart-Vaihingen“, sagt Kastner. Ziel sei es, alle 6 bis 12 Monate eine weitere Filiale zu eröffnen. Am 1. Juli soll nun die zweite einwegfreie Filiale im Rems-Murr-Kreis mit einer Verkaufsfläche von 450 Quadratmetern starten. Seitdem Kastner im vorigen Jahr in einer spektakulären Aktion in seiner Stammfiliale nur noch auf Mehrweg-Gebinde setzt, hat Kastner mit seiner Öko-Strategie einen Umsatzzuwachs von 28 Prozent erwirtschaftet. Seit Beginn dieses Jahres ist sein Umsatz um 23 Prozent gestiegen, „trotz Corona“. 

Um die Expansion weiter vorantreiben zu können, sucht der umtriebige Getränkehändler nach Vermarktungsplattformen, wie er der GETRÄNKE ZEITUNG in einem Gespräch mitteilte. Ansonsten möchte Kastner eigenen Angaben zufolge weitestgehend unabhängig bleiben, um seine Strategie, Getränkemärkte ohne Einweggebinde auszustatten, umzusetzen. //pip

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