Harte Zeiten für die Brunnen

Mittwoch, 21. Januar 2009 - 12:00

Trotz einer Absatz- und Umsatzsteigerung von je 2,2 Prozent sieht der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) für seine Mitgliedsbetriebe in 2008 ein schwieriges Jahr. Die Zuwächse seien fast ausnahmslos auf das Konto der Billig-Vertriebskanäle gegangen.

Die meisten regionalen bzw. mittelständischen Brunnen in der Branche hätten dagegen - anders als die Discounter - einen rückläufigen Absatz hinnehmen müssen, bilanziert der VDM. Der größte Zuwachs sei dabei auf das Segment der stillen Mineralwässer entfallen, die bei einem Plus von 23 Prozent inzwischen auf einen Marktanteil von neun Prozent kämen. Der Absatz des klassischen Sprudels sei hinge-gen um 1,8 Prozent zurückgegangen - mit einem Marktanteil von 45 Prozent bleibt er aber das stärkste Wassersegment. 2008 sei in Deutschland so viel Mineralwasser getrunken worden wie nie zuvor, nämlich durchschnittlich 138 Liter pro Kopf.
Scharfe Kritik übt VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe an dem unverändert hohen Mehrwertsteuersatz für Wasser von 19 Prozent.

Anzeige