Fristverlängerung für Kassenumstellung

Donnerstag, 4. Juli 2019 - 8:15
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Der HDE fordert für die Umstellung auf manipulationssichere Kassensysteme das Bundesfinanzministerium dazu auf, die Frist bis auf den 30. September 2020 zu verlängern. (Foto: Pixabay)

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat einen "Erlass einer generellen Nichtbeanstandungsregelung für die Nutzung nicht vollständig manipulationssicherer Kassensysteme" über den 1. Januar 2020 hinaus angekündigt.  Heißt übersetzt: Kleine und mittelständische Getränkehändler wären ansonsten in die Bredouille gekommen. Demnach sollten diese laut Gesetz des BMF bis Ende 2019 ihre Kassensysteme technisch so umstellen, dass sie absolut manipulationssicher sind. Dies wäre für viele filialisierte Kaufleute mit erheblichem Aufwand verbunden gewesen. Laut Handelsverband Deutschland (HDE) wird der Erlass für Oktober dieses Jahres in Aussicht gestellt.

Der HDE bewertet die Ankündigung des BMF als positiv: " „Gerade die kleinen und mittelständischen Händler brauchen mehr Zeit, um rechtssicher auf neue Kassensysteme umstellen zu können. Deshalb ist es richtig, mehr Zeit zur Anschaffung der neuen Technik zu geben“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Allerdings sei nach Angaben des Verbandes bisher nicht klar, wie lange das Bundesfinanzministerium die Frist verlängern werde. Der HDE und andere Wirtschaftsverbände haben sich nach eigenen Angaben für einen Aufschub bis 30. September 2020 ausgesprochen. „Die Unternehmen sollten deshalb jetzt so schnell wie möglich prüfen, ob sie aufgrund des Gesetzes Änderungen vornehmen müssen. Anschließend geht es darum, möglichst frühzeitig Vorkehrungen zur Implementierung der technischen Sicherheitseinrichtung zu treffen“, so Genth weiter.

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