Das Oktoberfest fällt aus

Dienstag, 21. April 2020 - 9:15
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Die Wiesn, die vom 19. September bis 3. Oktober veranstaltet worden wäre, fällt wegen der Corona-Pandemie aus. (Foto: Pixabay)

Die Münchener Wiesn ist von Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, und dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) untersagt worden. Ursprünglich hätte das größte Volksfest der Welt in der Zeit vom 19. September bis 4. Oktober stattfinden sollen. 

"Aber das Risiko, die Veranstaltung durchzuführen, ist einfach zu hoch", erklärte Söder anlässlich einer Pressekonferenz. Auf dem größten globalen Volksfest würden zu viele Menschen aus der ganzen Welt an einem Platz feiern. Die Gefahr eines zweiten Ischgl oder Wuhan wäre zu groß. In der Regel besuchen rund 6 Millionen Gäste die Münchener Wiesn in den zwei Wochen. Rund 70 Prozent davon stammen nach Angaben des Ministerpräsidenten aus Bayern, 30 Prozent aus aller Welt. "Es tut uns in der Seele weh, das Oktoberfest absagen zu müssen", gesteht Söder. Die Bierzelte seien nun mal dazu ausgelegt, dass Menschen sich näherkommen, weil sie zusammen tanzen und auch etwas trinken würden. Daher sei die Gefahr besonders groß, dass sich das Coronavirus wieder ausbreitet. Anders sei das bei Gastronomien, in denen man Abstandsregelungen einhalten könnte, sowohl außerhalb als innerhalb von Gastronomien. Bei der Besserung auf Aussicht für die bayerische Gastronomie nannte Söder Pfingsten als möglichen Lockerungstermin.

"Dies ist eine schwere Zeit für alle", sagte auch der Münchener Oberbürgermeister Dieter Reiter. "Solch ein zentrales Fest absagen zu müssen, ist schlimm. Wir reden hier von einem ökonomischen Schaden in Höhe von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro." Insofern sei die Ankündigung sowohl emotional als auch wirtschaftlich einer der schwierigsten Momente der Landeshauptstadt. Nach Angaben Reiters bestehe für die Stadt kein Klagerisiko, da es kein Recht auf Durchführung des Oktoberfestes gäbe. "Die Stadt München hat keine Einladungen verschickt, insofern gibt es auch keinen Rechtsanspruch." //pip

 

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