Bierabsatz bricht zweistellig ein im Oktober

Donnerstag, 26. November 2020 - 15:30
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Bier
Geschlossene Gesellschaft: Nachdem Bund und Länder die Corona bedingten Einschränkungen weiter verschärft hat, leiden Hotel- und Gaststättenbetriebe sowie Brauereien nach einem kleinen Zwischenhoch im August erneut. (Foto: Pixabay)

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben die drastischen Einschränkungen und Verbote durch Bund Länder tiefe Spuren bei Hotel- und Gastonomiebetrieben hinterlassen. Im Vormonat September sah die Situation noch besser aus. Lediglich die überragenden Absätze in Drittländer konnten sich dem Negativtrend entziehen.

Steuerlicher Inlandsabsatz stark eingebrochen

Wie der Deutsche Brauer-Bund (DBB) auf Basis der Zahlen von Destatis mitteilt, hätten die Aufforderungen der Regierungen von Bund und Ländern, private Kontakte und Feiern stark einzuschränken, die Beherbergungsverbote für Hotels und damit vielerorts ausgefallene Reisen in den Herbstferien sowie der jahreszeitbedingt zunehmende Wegfall des Außenausschanks in der Gastronomie im Oktober ihre "Spuren hinterlassen" und den steuerlichen Inlandsabsatz zweistellig (-10 Prozent) einbrechen lassen. So sei der steuerliche Bierabsatz im im Oktober im Jahresvergleich von 6.028.851 Hektolitern (2019) auf 5.428.346 Hekoliter gefallen. Von Januar bis Oktober ergebe sich somit kummuliert ein Absatzminus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Exportabsatz in EU-Staaten drastisch eingebrochen

In vielen EU-Staaten, dem Virusgeschehen Deutschland zeitlich voraus, sorgten drastische Maßnahmen wie Ausgangssperren
für einen Einbruch des Bierabsatzes und damit auch der Exporte dorthin, die 16,2 Prozent unter Vorjahr lagen. Lediglich die
abermals überragenden Absätze in Drittländer konnten sich mit einem Monatswachstum von 12,6 Prozent dem Negativtrend entziehen,
in der Summe aber nur wenig zur Entlastung beitragen, moniert der DBB.//pip

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