Berentzen-Gruppe: gutes 2019, Prognose wird angepasst

Donnerstag, 26. März 2020 - 10:00
Hersteller
Alkoholfrei
Spirituosen
Die Berentzen-Gruppe wächst 2019, für 2020 hat man die Prognose aufgrund der Coronavirus-Situation angepasst. (Foto: Berentzen-Gruppe)

Die Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft hat ihren Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht. Demnach hat die Unternehmensgruppe gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Prozent gesteigerte Konzernumsatzerlöse in Höhe von 167,4 (2018: 162,2) Millionen Euro erzielt. Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Konzern-EBIT) lag im Geschäftsjahr 2019 bei 9,8 (2018: 9,8) Millionen Euro, das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Konzern-EBITDA) bei 18,4 (2018: 17,3) Millionen Euro.

„Wir freuen uns, auf ein Geschäftsjahr zurückblicken zu können, das unsere Erwartungen voll erfüllt hat“, erklärt Oliver Schwegmann, Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, und führt weiter aus: „Umso mehr bedauern wir, dass wir heute unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der nicht einschätzbaren Auswirkungen der aktuellen Coronavirus-Pandemie zurücknehmen mussten, auch wenn wir nach wie vor vom Erfolg unserer langfristigen Wachstumsstrategie überzeugt sind.“ Laut Schwegmann sehe man sich „so gut wie möglich gewappnet, auch wenn wir in diesem Jahr unsere ursprünglich gesteckten Ziele eventuell nicht in voller Höhe erreichen werden“.

"Herausragendes Highlight": Mio Mio

Zur Steigerung der Umsatzerlöse mit einem Plus von 5,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2018) hätten alle drei Geschäftsbereiche – Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme – mit Wachstumsraten zwischen 3,0 und 6,4 Prozent beigetragen. Ein herausragendes Highlight sei im Geschäftsjahr 2019 die erneut beeindruckende Entwicklung der Marke Mio Mio gewesen – die Produkte der Marke erzielten ein Plus von 33 Prozent.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020

Zudem hat die Berentzen-Gruppe ihren Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. In Anbetracht der insbesondere in den vergangenen Tagen zu verzeichnenden rasanten Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie und den daraus resultierenden drastischen Auswirkungen auf die Wirtschaft sei jedoch eine „ausreichend belastbare und gesicherte Einschätzung über den Verlauf der Geschäftsentwicklung der Berentzen-Gruppe im Geschäftsjahr 2020 nunmehr nicht mehr gegeben“.

 „Unser Prognosebericht 2020 ist damit nicht länger gültig, auch wenn wir von der Nachhaltigkeit unseres Geschäftsmodells und dem langfristigen Erfolg unserer strategischen Ausrichtung weiterhin überzeugt sind“, sagt Schwegmann.

Es seien gegenwärtig insbesondere drei Faktoren, die sich belastend auf das Geschäftsjahr 2020 auswirkten. „Erstens spüren wir bereits, dass das Gastronomiegeschäft mit Spirituosen und alkoholfreien Getränken fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Zweitens werden zunehmend Vermarktungsaktivitäten im Lebensmitteleinzelhandel nachvollziehbarerweise nicht mehr wie vereinbart umgesetzt, um nicht durch eine dadurch zusätzlich erhöhte Kundenfrequenz unnötig das Verkaufspersonal sowie die Kunden zu gefährden. Und drittens verzeichnen wir aktuell in unserem Segment Frischsaftsysteme einen immer deutlicher werdenden Rückgang bei den Bestellungen von Fruchtpressen, weil Investitionsgüter in dieser Krise sowohl für unsere Handelspartner als auch insbesondere für unsere Gastronomiekunden, wie z.B. Hotels oder Cafés, derzeit stark vermieden werden“, erläutert Schwegmann die Hintergründe. Außerdem erwarte er trotz aller bereits ergriffenen Gegensteuerungsmaßnahmen, das erste Quartal 2020 zwar „deutlich positiv, aber schwächer abschließen werden als im Vorjahresvergleichszeitraum“.

„Wir gehen derzeit davon aus, dass die Auswirkungen des Coronavirus eher kurzfristig spürbar sind, wir aber trotz dessen in diesem Jahr solide und profitabel wirtschaften werden“, sagt Oliver Schwegmann. // ja

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