Berentzen-Anleihe frühzeitig refinanziert

Montag, 9. Januar 2017 - 11:00
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Finanzierung gesichert: Berentzen wird seine Anleihe mit einem Konsortialkredit zurückzahlen (Foto: Thomas Francois/Fotolia).

Berentzen nutzt seine gute Unternehmensentwicklung und das günstige Finanzierungsumfeld für eine frühzeitige Refinanzierung. Wie das Unternehmen mitteilt, sichert die Gruppe sich knapp zehn Monate vor der Rückzahlung ihrer Unternehmensanleihe ihren Finanzierungsbedarf durch einen Konsortialkredit mit einem Volumen von 25,5 Mio. Euro. Der entsprechende Finanzierungsvertrag mit dem Bankenkonsortium unter Führung der Deutsche Postbank AG wurde Ende Dezember 2016 unterzeichnet und hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Aufgrund seiner guten Liquiditätssituation brauche das Unternehmen nur etwa die Hälfte des Nominalbetrages der im Oktober 2017 fälligen Unternehmensanleihe durch eine externe Refinanzierung abzudecken, heißt es. Die Tilgung der anderen Hälfte werde aus Eigenmitteln erbracht. Den Liquiditätszufluss aus der Anleiheemission im Jahr 2012 hatte Berentzen zur Finanzierung von Unternehmenskäufen und der Ausweitung des eigenen Geschäftsumfangs verwendet, jedoch nicht in vollem Umfang.

Im Oktober 2012 hatte die Berentzen-Gruppe erstmals eine Unternehmensanleihe mit einem Emissionsvolumen von 50,0 Mio. Euro und einer Laufzeit von fünf Jahren begeben. Der Bond war für private und institutionelle Anleger gleichermaßen konzipiert und mit einem Kupon von 6,5 Prozent pro Jahr versehen. Durch die nun vollzogene und im Volumen reduzierte Refinanzierung kann das Unternehmen den Angaben zufolge seine jährlichen Finanzierungskosten ab Oktober 2017 voraussichtlich um mehr als zwei Mio. Euro senken und damit mehr als halbieren.

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