What's Beef, Düsseldorf

Ausgabe: 
08
2013
Mittwoch, 2. Oktober 2013 - 16:00
Gastronomie
Szene

Drei Burger, drei Steaks, drei Sandwiches, drei Beilagen, drei Salate – auf diese einfache Formel lässt sich der neue Düsseldorfer Burger-Hot-Spot „What’s Beef“ im japanischen Distrikt Düsseldorfs bringen. So simpel das Prinzip, so hochwertig die Produkte und so cool das Design – von den Outfits der Mitarbeiter, über die Werke regionaler Künstler an den Wänden bis hin zu den To-go-Bags. Das kreative Team rund um den Unternehmer und Sammler Selim Varol sowie Huy Dieu, Inhaber der Designagentur Gooqx, hat sich bereits mit dem Concept Store „Toykio“ einen Namen gemacht.

Das „What’s Beef“ ist inspiriert durch die Tradition der Burger-Joints in New York und versprüht die Lässigkeit urbaner Street-Culture. Selbstbedienung trifft auf Spitzenqualität, und French Cuisine verschmilzt mit American Diner. Der Mann, der diese Gegensätze vereint, ist Betriebsleiter Fabian Münch, der schon für Tim Raue tätig war. Nun macht er sich daran, den „ehrlichsten und leckersten“ Burger der Stadt zu liefern. Das könnte funktionieren, allerdings müssen die Betreiber nun ihren Laden erst einmal wieder zum Laufen bringen, denn Mitte Juli sperrte das Ordnungsamt wegen fehlender Konzession zwischenzeitlich zu.

Einen knappen Monat hat es gedauert, bis Betreiber Selim Varol wieder grünes Licht bekam. Ruhe hat er deshalb aber immer noch nicht, denn Howard Karimie („Jase Livingbar“, „Porters“), der zusammen mit Saskia Riese das „Beefy Burger“ auf der Oststraße 124 um die Ecke eröffnen möchte, hat eine Klage gegen Varol eingereicht: Dieser hatte sich die „Beefy Burger“-Marke und das Logo beim Patentamt schützen lassen. Varol wehrt sich mit einer Unterlassungserklärung, fordert Schadenersatz. „Eine Ähnlichkeit zu meinem Logo werde ich nicht dulden“, erklärt er gegenüber FIZZZ. Karimie schreibt uns: „Uns geht es ums Recht. Wir haben viel Herzblut in das Projekt gesteckt.“ Verhärtete Fronten, Arbeit für die Anwälte.

Benjamin Brouer