Vadder, Frankfurt am Main

Ausgabe: 
09
2012
Donnerstag, 4. Oktober 2012 - 10:00
Gastronomie
Szene

Manchmal funktioniert Gastronomie ganz einfach: Norman Holub, ein sehr guter Koch mit Bodenhaftung und Gefühl für den aktuellen Zeitgeist, hat an einer schönen Ecke in Frankfurt- Bornheim mitten im Lebensraum seiner Zielgruppe ein Restaurant mit Bar eröffnet. Der Gastraum ist hell, freundlich und ohne viel Schnickschnack gestaltet. Der Bartresen, die fünfeckigen modernen Hocker und die passenden Spirituosenregale sind maßgeschneidert, und die gemütliche Terrasse mit langen Tischen und Bänken ist eine ausgesprochene Wohlfühlzone. Das klingt ziemlich relaxt, und genau so fühlt man sich auch, sobald man das Gravitationsfeld des „Vadder“ betritt.

„Eckkneipe 2.0“ beschreibt Norman Holub sein Konzept. Tradition und Moderne bilden für ihn keinen Widerspruch. Gegensätze werden spielerisch zu etwas Neuem zusammengefügt. Das gilt vor allem für den kulinarischen Ansatz von Norman Holub: Die gehobene Gastronomie, wo er seine Karriere begann, hat er bewusst hinter sich gelassen: zu viel Personal, zu viel Stress, zu unrentabel, zu unzeitgemäß. Im „Vadder kocht er zwar noch immer erstklassig, die geänderten Rahmenbedingungen ermöglichen aber ein sehr moderates Preisniveau. Die kompakte Speisenkarte punktet mit modern, teilweise international interpretierten Frankfurter Küchenklassikern, dazu kommen drei abwechslungsreiche Empfehlungen, die er abhängig vom saisonalen Produktangebot tagesfrisch anbietet.

Die Getränkeauswahl umfasst ausgesuchte Softdrinks, Weine aus Rheinhessen, der Pfalz und dem Rheingau, natürlich Apfelwein (auch als Rosé und im 4er oder 8er Bembel zu haben), klassische Cocktails, aktuelle Longdrinks, Shots und einige Whiskys. Auf Nachfrage werden auch individuelle Wunsch-Drinks gemixt und ab 22 Uhr, wenn die Küche schließt, soll die Bar zum Hauptanlaufpunkt im „Vadder“ werden. Mit anderen Worten: Alles was man braucht, ist da, absolut zeitgemäß und so entspannt, wie das Leben immer sein sollte.

Barbara Becker

Fotos: Ernst Stratmann

www.vadder-frankfurt.de