Sullivan, Frankfurt am Main

Ausgabe: 
11
2012
Mittwoch, 21. November 2012 - 9:30
Gastronomie
Szene

Seit 1950 war die Kaiserstraße 12 in Frankfurt eine beliebte Adresse, wenn es um ein ordentliches Stück Kuchen ging, doch Mitte 2011 musste das alteingesessene „Café Schneider“ die Segel streichen. An gleicher Stelle eröffnete Anfang September nun mit der „Bar Sullivan“ eine klassische Cocktailbar, die so gar nichts mit Sahnetorten am Hut hat. Für Inhaber Christian Weber, ehemals Betriebsleiter im „Beyond Saloon“, der das Konzept zusammen mit den Lokalgrößen Tim Plasse und Jurek Wiekilow betreibt, stehen nun eher der Spaß und die Liebe zu „Forgotten Drinks“, wie er die Cocktailklassiker rund um Old Fashioned und Co. nennt, im Vordergrund.

Grundlage für die umfangreiche Cocktailkarte, die auch ein klein wenig mit dem Tiki-Trend spielt, ist ein beeindruckendes Backboard. „Wir haben um die 400 Spirituosen an der Bar, und nach knapp zwei Wochen praktisch jede Flasche angebrochen. Die Leute wollen einfach alles probieren“, freut sich Weber über den guten Start des „Sullivan“. Passend zu der klassischen Barkarte, die auch eine kleine Auswahl herzhaften Barfoods bereithält, präsentiert sich das Interior, das auf zwei Etagen gekonnt mit Stilelementen spielt, die den Gast schnell in die „Good Old Times“ der 60er Jahre zurückversetzen: Klare Linien, viele Naturmaterialien, mit bunten Stoffbezügen versehene Barhocker und Sitzpolster erzeugen ein helles und dennoch gemütliches Ambiente.

Freunde des rollenden Balles locken zudem ein kostenloser Billardtisch und regelmäßige Fußball-Übertragungen – man ist eben ganz leger in Frankfurts neuer Bar-Adresse. Der klare Stil des Interieurs spiegelt sich zudem in dem eigens entworfenen Logo der Bar wider, welches auch die handgemachten Wandkacheln, den Tresen sowie ein Treppengeländer ziert. Echte Hingucker: die Lampen über der Bar im Erdgeschoss. Gasbetrieben in Japan entdeckt, wurden sie von einem ortsansässigen Schlosser adaptiert und für den deutschen Gebrauch strombetrieben angefertigt. James Bond hätte sich hier sicher wohlgefühlt.   

Alexander Thürer

www.sullivan-bar.de