Kaffebud, Köln

Ausgabe: 
10
2013
Donnerstag, 19. Dezember 2013 - 11:30
Gastronomie
Szene

Die dritte Kaffeewelle, basierend auf der Geschmacksvielfalt verschiedener Kaffeesorten und entsprechender Brühmethoden, breitet sich weiter in Deutschland aus und hat nun auch Köln erfasst. Zu erleben sind Aeropress, Handaufguss und Syphon-Zubereitung in der nur 30 Quadratmeter großen „Kaffeebud“ von Jens Mommertz in Ehrenfeld. Inspiriert durch eine USA-Reise und ermuntert durch 3rd-Wave-Konzepte aus Berlin hing er seinen Handwerker-Job an den Nagel und nutzte sein Know-how, um einen alten Kiosk innerhalb von sieben Monaten in seine charmante „Kaffeebud“ umzubauen. 

Der regional geprägte, traditionelle Name zeigt, dass er sein Konzept nicht vorwiegend als Hipster-Anlaufstelle, sondern durchaus als Nachbarschaftscafé versteht, wo auch der alteingesessene Ehrenfelder glücklich wird. Das selbst entworfene Design, das Mommertz als Mischung zwischen Gelsenkirchener Barock, 60er-Resopal-Charme und Kajüten-Style beschreibt, schafft den Spagat zwischen Urban-Trend und Retro-Gemütlichkeit. Auch mit dem neuartigen Filterkaffee-Geschmack können sich nach kurzer Zeit schon viele Gäste anfreunden. Rund jeder Dritte bestellt einen frisch Gebrühten mit den Bohnen aus den Kölner Röstereien Van Dyck und Moxxa.

 
Benjamin Brouër