Bar Seibert, Kassel

Ausgabe: 
09
2013
Donnerstag, 10. Oktober 2013 - 15:15
Gastronomie
Szene
 
Jahrelang war er das Gesicht hinterm Tresen der „FES-Bar“, einer echten Kasseler Ausgehinstitution. Doch mit 40 Jahren wollte es Marc Seibert nochmal wissen und stürzte sich in ein eigenes Barprojekt. Herausgekommen ist eine neue Topadresse, die nicht wie das „FES“ nur Nachtschwärmer zum Vorglühen oder Absacken lockt, sondern auch das lukrative Tagesgeschäft mitnehmen möchte. Nach etwas holprigem Beginn mit jeder Menge baulicher Verzögerungen serviert Marc Seibert in seiner nach ihm benannten Bar nun tagsüber feinen Kaffee, Kuchen, Pralinés und Muffins, bevor sich die Location abends in ein Bar-Restaurant-Konzept verwandelt.
 
Auch in Sachen Interior braucht man den Vergleich mit Konzepten in namhafteren Städten nicht zu scheuen. Angesagter Loft-Style aus der Kreativschmiede von Innenarchitektin Simone Lüdecke sorgt für edel-urbanes, so gar nicht kleinstädtisches Flair. Im Loungebereich dominieren dunkle Wände, Samtvorhänge und schwere Ledercouches das Bild, das Bar-Backboard ziert eine goldene Relieftapete, während es im Restaurantbereich dank einer großen Fensterfront heller zugeht. Absolute Hingucker sind zwei schwarze Hirschköpfe an der Decke sowie eine täuschend echte Fototapete: Man denkt, man steht im Treppenhaus eines alten Palazzos.
 
Alexander Thürer

www.facebook.com/bar.seibert