Bar Gabányi, München

Ausgabe: 
11
2012
Montag, 12. November 2012 - 9:45
Gastronomie
Szene

Endlich! Nachdem Stefan Gabányi im „Schumann’s“ aufgehört hatte, mussten seine Fans ein geschlagenes Jahr darauf warten, bis er seinen eigenen Laden aufgesperrt und damit seinen Traum hatte wahr werden lassen. Mitte August war es dann so weit: Die „Bar Gabányi“ feierte mit rund 400 geladenen Gästen Eröffnung (obwohl eigentlich bloß 70 Gäste Platz finden). Ebenfalls übervoll war Anfang September die Party anlässlich der Ernennung zur ersten „Ardbeg Embassy“ – sogar Pressechef Hamish Torrie reiste zu diesem Zweck aus Islay an.

Ein Blick auf die Geschichte dieser Location lässt jedoch aufhorchen, denn am Rande des alten Klinikviertels der Universität, zwischen Hauptbahnhof und Goetheplatz, ist sie zwar gut zu erreichen, war dort trotzdem aber seit je her ein Exot und lies die früheren Pächter der gemütlichen Kellerbar nicht unbedingt in Jubelstürme ausbrechen.

Doch Gabányi und sein Barchef Ken Takagi (zuvor in der „B-Bar“ im Hotel „Prinzessin Elisabeth“) wollen die Bar wieder zu dem altem Ruhm zurückführen, als der Laden noch „Grazer’s Lobby“ hieß und nach dem „Schumann’s“ und „Harry’s New York Bar“ (heute „Pusser’s“) die wohl wichtigste Anlaufstation der Nachtschwärmer in der Stadt war. Der neue Betreiber hat den Schimmel der Zeit gründlich entfernt, wenngleich einiges Wiedererkennbare geblieben ist: der Tresen, die gemütliche Wandvertäfelung, der Kamin, schwere Ledersessel – eben alles, was einen „Klassiker“ ausmacht. Klassisch sind auch die meisten Drinks auf der angenehm überschaubaren Barkarte, die auch eine ganze Reihe von Eigenkreationen und international neu entwickelten Mixed Drinks bereit hält. Das Wein– und Champagnerangebot ist zwar klein, aber grundsolide. Abgerundet wird das alles durch ein kleines Barfood-Angebot. Kurz: Man ist auf dem aktuellen Stand. Kein Wunder also, dass die „Bar Gabányi“ bei ihren Gästen schon nach kurzer Zeit positiv angekommen ist. Stefan: „Was mich am meisten freut, ist die Tatsache, dass unsere Gäste aus allen Altersschichten kommen.“ 

Werner Obalski

Fotocredit: Daniel Reiter

www.bar-gabanyi.de